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Recumbent FAQ

Schöne Fahrt mit der Street Machine Gt

Note: There are english recumbent FAQs available at bentrideronline.com and various other sites, that's why we don't provide a translation of our FAQ yet. You will find valuable background information on recumbents in the articles in our press room.

Oft gestellte Fragen zu Liegerädern

"Ist Liegeradfahren schwer zu lernen?"
Sie werden überrascht sein. Auf einem Liegerad mit einer guten Lenkgeometrie fahren Sie im Nu los und fühlen sich in wenigen Minuten sicher. Kein Vergleich zu damals, als Sie als Kind Fahrrad fahren lernten. Suchen Sie sich eine ruhige Straße ohne viel Verkehr (und ohne viele Zuschauer) und probieren Sie es einfach mal aus. Für entspannte Probefahrten empfehlen wir Ihnen, sich bei einem unserer Vertragshändler ein Testrad ein paar Tage auszuleihen. Für manche Einsteiger ist ein Rad mit aufrechter Sitzposition und Obenlenker erst mal vertrauter. Probieren Sie aber auf jeden Fall nach einiger Zeit auch mal eine flachere Sitzposition und einen Untenlenker. Vorteilhaft ist, wenn sich Sitz und Lenker verstellen lassen.

"Sitzt man auf einem Liegerad nicht viel zu tief?"
Sicherlich sind Ultratief-Liegeräder mit einer aus aerodynamischen Gründen extrem niedrigen Sitzposition nicht im Alltagsverkehr für Einsteiger geeignet. (Tiefliegerfahrer behaupten meist das Gegenteil...)

Auf den meisten in Serie hergestellten Liegerädern fährt man jedoch ungefähr auf der selben Höhe wie Autofahrer. Der im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad etwas tieferen Sitzposition steht die bessere Sicht des Liegeradfahrers gegenüber. Für zusätzliche Aufmerksamkeit können Sie unseren Wimpel montieren.<

Auf dem Liegerad hat man eine bessere Sicht nach vorne, und einen viel besseren Blickkontakt zu Autofahren. Psychologisch betrachtet fühlen sich Autofahrer anscheinend von Liegeradlern auch nicht so bedroht wie von konventionellen Radlern, ähnlich wie es manche Fußgänger bei Reitern erleben - man ist eben auf einer Ebene.

Liegeräder sind sicherer: Durch den niedrigeren Schwerpunkt können viele Modelle schneller gebremst werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß der Fahrer wie beim Fahrrad über den Lenker fliegt. Der Liegeradfahrer ist schnell mit dem Beinen auf den Boden, die wesentlich mehr aushalten als Hände und Kopf, und die Sturzhöhe ist viel niedriger.

Die Wiederentdeckung des Liegerades Anfang der 70er Jahre in den Vereinigten Staaten geschah übrigens aus Sicherheitsgründen. Amerikanische Forscher suchten nach menschengerechteren Fahrradkonzepten und entwickelten mit dem "Sicherheitsrad Avatar" den Prototypen aller heute bekannten "Langlieger". Die Geschichte der Liegeradentwicklung ist spannend, nachzulesen z.B in "Das Liegerad" von Gunnar Fehlau, erschienen im Moby Dick Verlag. Oder werfen Sie einen Blick in unseren Pressespiegel.

"Ist Liegeradfahren schlecht für den Rücken?"
Im Gegenteil, die Körperhaltung beim Liegeradfahren ist vergleichbar mit der in Autositzen, während die Haltung auf einem Fahrrad eher dem Sitzen auf einem Hocker ähnelt. Probieren Sie es aus: Ein guter Liegeradsitz ist keine Hängematte, sondern eine körpergerecht geformte Rückenunterstützung. Viele Menschen, die auf normalen Fahrrädern über Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme klagen, entscheiden sich deshalb für ein Liegerad, nicht zuletzt auch wegen des Komforts einer Federung. In der Liegeradposition beträgt der Bandscheibendruck nur ein Drittel der vorgebeugten Haltung. Aktives Sitzen stärkt die Rückenmuskulatur.

Ein guter Liegeradsitz erfreut nicht nur Ihren Rücken. Der Urologe Prof. Porst rät zum Liegerad: "Dieses Gefährt hat alle Vorzüge eines normalen Fahrrades mit dem weiteren Vorteil, dass es den Blutfluss im Genitalbereich nicht einschränkt."

"Sind Liegeräder wirklich schneller?"
Ja, ein Fahrer auf einem unverkleideten Liegerad für den Alltagsgebrauch hat einen etwas kleineren Luftwiderstand als ein Rennradfahrer. Bei sonst gleichen Bedingungen und Fahrradkomponenten ist er also etwas schneller - vor allem sitzt er aber viel entspannter auf seinem Liegerad. Die speziell für hohe Geschwindigkeiten konstruierten Tieflieger sind sogar ein ganzes Stück schneller. So hat zum Beispiel ein Sportler auf einem guten Tieflieger mit einer Heckverkleidung einen um etwa 30% niederigeren Luftwiderstand als ein Rennradfahrer. Vollverkleidete Liegeräder können richtig schnell sein. Amateure, die in ihren Karossen Geschwindigkeiten von mehr als 80 km/h erreichen, erregen in der Liegeradszene nur noch wenig Aufsehen. Der aktuelle Weltrekord für den 200 Meter-Sprint liegt bei über 130 km/h.

"Kann man mit dem Liegerad in die Berge fahren?"
Don't look back in anger...Ja. Auf kurzen steilen Strecken ist der Fahrradfahrer im "Wiegetritt" dem Liegeradfahrer zwar überlegen: mit einem konventionellen Fahrrad bezwingen Sie Berge, indem Sie im Stehen treten. Die Kraft in Ihren Beinen ist hierbei aber so groß, daß Sie weitere Energie mit Ihren Armen vergeuden. Auf längeren Bergstrecken ist dieser Einsatz von vielen nur schwach trainierten Muskeln jedoch sehr anstrengend: beispielsweise fahren Tour-de-France-Fahrer solange es irgendwie geht im Sitzen, und setzen den Wiegetritt erst im Sprint am Schluß einer Etappe ein.

Anders der Liegeradfahrer: er bezwingt Berge mit einer ganz anderen Strategie. Der Fahrer muß herunterschalten und eine günstige Tretfrequenz beibehalten. Da er sich im Sitz abstützt, kann er seine maximale Beinkraft ausschöpfen. Arme und Oberkörper bleiben entspannt. Allerdings erfordert die Anpassung an die Muskelbeanspruchung beim Liegeradfahren einiges an Training.

Sie wollen Beweise? Schauen sie doch mal in unser Fotoalbum!

"Braucht denn ein Liegerad nicht mehr Platz?"
Nein, wenn man genauer hinschaut sieht man, daß die meisten der sogenannten Kurzliegeräder (Tretlager vor dem Vorderrad) nicht länger und breiter als ein konventionelles Fahrrad sind. Die Street Machine Gt misst bei einem Radstand von 1,05 meter (wie ein Trekkinrad) ca. 1,70 - 1,90. Das Wavey ist sogar nur 1,68 m lang. Das freut nicht nur den Schaffner in der Bahn.

"Wie kann man so ein Rad denn transportieren?"
Die schönste Art: Setzen Sie sich auf Ihr Rad und genießen Sie die Fahrt. Wenn es mal weiter weg sein soll, können Sie kurze Liegeräder wie die Street Machine oder das Wavey auch mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug transportieren.

Auf dem Auto funktionieren oft sogar handelsübliche Fahrradträger. Neuere Modelle fassen nun auch die großen Rahmenrohre von 50mm, die ja inzwischen auch bei MTBs und Citybikes verwendet werden. Der Radstand unserer Liegeräder ist genauso groß wie der eines Trekkingrades. Die Räder selbst sind insgesamt nicht viel länger als ein konventionelles Rad. Sie können Ihr Liegerad also auch einfach auf einen Heckscheibenträger hinter Ihr Auto hängen.

In der Bahn transportieren Sie Ihren Kurzlieger genauso wie ein konventionelles Rad. Wichtig ist dabei eine gute Abdeckung der Kette und der Kettenblätter etwa mit unserer serienmäßigen Kettenblattabdeckung.

Für den Transport im Flugzeug brauchen Sie einen stabilen Versandkarton, wie wir ihn auch für den Transport unserer Räder zum Händler verwenden. Fragen Sie im Fahrradladen, dort freut man sich, wenn man Ihnen helfen und die Altpappe nicht zum Container bringen muss. Alternativ zu unsern Kartons eignen sich auch die großen Kartons (28"-Version) der Firma Kettler. Wenn Sie den Karton besorgt haben: Pedale ab, Lenker quer am Rahmen anbinden, evtl. Sitz demontiertieren. Melden Sie das Rad unbedingt einige Tage vor Abflug als Sperrgepäck an.

"Wird man denn auf so einem Bike nicht naß?"
Aber natürlich. Vor allem wenn es regnet. Dann ungefähr soviel wie auf einem konventionellen Fahrrad. Dafür gibt es hervorragende Regenschutzkleidung, die auch auf Liegerädern hervorragend funktioniert. Einen guten Schutz für Beine und Unterkörper bietet Ihnen ein Streamer, der darüber hinaus im Winter kalten Wind fernhält.

"Spart eine Vollfederung am Liegerad wirklich Kraft?"
Das kommt auf die Konstruktion an. Wichtig ist, daß die Federung von Einflüßen aus den Antriebskräften entkoppelt ist. Am Liegerad ist das einfacher und robuster zu lösen als bei aufrechten Rädern, wo man in die selbe Richtung tritt, in die auch gefedert wird. Es stimmt: Eine gute Fahrradfederung kostet keine Energie, man kann sogar schneller Fahren. Ausführliche Hintergründe dazu lesen Sie auf unserer No-Squat Seite. Erfahren können Sie es ganz einfach bei Ihrer ersten Probefahrt auf einer Street Machine Gt oder Speedmachine.

"Gibt es denn keine Nachteile?"
Durchaus. Liegeräder werden in relativ kleinen Stückzahlen von Hand gefertigt, daher sind die Preise etwas höher als vergleichbare hochwertige konventionelle Räder. Außerdem ist die Belüftung des Sitzes oft ein Problem, so daß man beim sportlichen Fahren recht schnell ins Schwitzen kommt. Es wird daher intensiv mit neuen Materialien und Konstruktionen experimentiert. Ein Ergebnis ist die luftdurchlässige Sitzauflage aus Airflow-Mehrschichtgewebe für die Schalensitze der Street Machine Gt und Speedmachine. Besonders schlimm jedoch: Bei jeder Familienfeier wollen die lieben Verwandten ständig probefahren... ;-)

Wußten Sie...

  • daß Liegeräder keineswegs eine neue Erfindung darstellen, sondern bereits kurz vor der Jahrhundertwende zum 20ten Jahrhundert die "gefährlichen" Hochräder ablösen sollten?
  • daß Etienne Bunau-Varilla 1912 das erste Patent für ein Rad mit einer stromlinienförmigen Verkleidung anmeldete?
  • daß Liegeräder seit 1934 "wegen der zu hohen Geschwindigkeiten" von offiziellen Radrennen der Dachorganisation UCI ausgeschlossen sind?
Diese Seite basiert teilweise auf Informationen der niederländischen HPV-Organisation NVHPV.

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Last changed: May 21, 2012