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Press room - F.A.Z. 11.01.2005

HP Velotechnik in the news: the following text is an excerpt from the German newspaper Frankfurter Allgemeine Zeitung, issue 11.01.2005. We recommend to order the complete magazine from the publishing house to read the whole story.

header  Frankfurter Allgemeine Zeitung 11.01.2005

Weder lang, noch schwer, noch teuer

Die Neuheiten des Liegerad-Marktführers HP Velotechnik: Ein Sesselrad passt in den Kofferraum

Von Hans-Heinrich Pardey

Ein Liegerad ist eben ein Liegerad. Der flüchtige Blick auf diese Sonderkategorie wird nicht selten von der Meinung irregeleitet, es gebe hier zwar vielleicht verschiedene Modelle, aber eigentlich keinen technischen Fortschritt. Das mag vor etlichen Jahren einmal so ausgesehen zu haben, als die Mehrzahl der Liegeräder noch zusammengebastelte Einzellösungen etwas spinneriger Tüftler waren. Aber wenn man sich anguckt, was etwa Paul Hollants und Daniel Pulvermüller bei HP Velotechnik in Kriftel nahe Frankfurt anbieten, wird man eines besseren belehrt. Jahr um Jahr kommen da Neuheiten einer stattlichen Modellpalette heraus: Die entfaltet den Grundtyp Liegerad mal in Richtung Genussradeln Modellen Spirit und Wavey. Oder es sind sportlich höchst konkurrenzfähige Räder wie die Speedmachine, in Reiserad wie die Street Machine oder ein kompakter Tourer wie der GrassHopper. Und nicht nur liebevoll herumbosselnd werden diese Serienräder ständig verbessert, sondern Hollants und Pulvermüller bauen mit ihrem Zwölf-Mann-Betrieb für eine zunehmend international werdende Kundschaft im Jahr etwa 700 Liegeräder, die ingenieurmäßig weiterentwickelt werden. Mit dieser Produktion dürften sie in Deutschland auf dem Sektor Liegerad die Größten sein.

SRT  Frankfurter Allgemeine Zeitung 11.01.2005 Und was kann man nun verbessern? Zum Beispiel gehört es zu den scheinbar unausrottbaren Vorurteilen, von allen Fahrrädern seien die Liegeräder die sperrigsten. Das lässt sich zwar mit einem Zollstock kontern, weil es Liegeräder gibt, die den gleichen Radstand haben wie Fahrräder herkömmlicher Bauweise. Aber wenn man vor einem Oberlenker-Sesselrad wie dem Spirit steht, mag man kaum glauben, dass dieses Bequemrad sich leichter im Kofferraum eines Mittelklassewagens verstauen lässt als jedes Trekkingrad mit Diamantrahmen. Ein faltbarer Lenkervorbau und der flott abgenommene Netzsitz machen es möglich: Ein Paket der Maße 163x73 Zentimeter. Dabei wird das Vorderrad nach hinten gedreht und der Vorbau sozusagen nach vorn, tatsächlich aber über das Rahmenrohr nach hinten gefaltet.

Das Spirit widerlegt noch zwei weitere Vorurteile gegen Liegeräder: Mit etwas über 16 Kilogramm für das an Menschen von 1,50 bis 2 Meter Länge anpassbare Rad ist es nicht auffallend schwer. Und mit rund 1.300 Euro für die Grundversion mit 8-Gang-Kettenschaltung auch nicht abschreckend teuer. Das Schöne an einem Rad aus Manufaktur-Fertigung: Die Liste der gegen Aufpreis erfüllbaren Sonderwünsche ist lang.

Das ist auch bei dem Erfolgsmodell GrassHopper so, das man wahlweise mit einem unten neben den Schenkeln zu bedienenden Lenker haben kann oder mit einer nach vorn umlegbaren Lenksäule und Oberlenkung. Das Gelenk bewährt sich nicht nur beim Anhalten und Absteigen, weil es einem den Lenker aus dem Weg räumt, sondern sogar während der Fahrt: Man kann den Lenkerabstand entspannend variieren. Für HP Velotechnik ist oben oder unten keine Glaubensfrage: Vielen Umsteiger ist es einfach angenehmer, einen Lenker vor sich und nicht unter sich zu wissen. Wer sich schon länger daran gewöhnt hat, seine pedalierenden Beine vor sich und darüber freie Sicht zu haben, empfindet es meist umgekehrt.

SRT geklappt  Frankfurter Allgemeine Zeitung 11.01.2005 Auf dem vermutlich meistverkauften deutschen Liegerad für die längere Radtour und die Reise - die Street Machine von HP Velotechnik geht in der neuen Saison als Street Machine Gte mit Aluminiumrahmen und in Details überarbeitet an den Start - soll ein verstellbarer Liegesitz wie schon zuvor beim GrassHopper für gleichzeitig effektives wie auch gesundes und komfortables Sitzen sorgen. "BodyLink" haben die Krifteler ihre Entwicklung genannt, und sie tönen munter: "Der ist gut für Ihren Po, Ihre Bandscheiben und Ihre Familienplanung." Die dritte Anpreisung richtet sich an die Adresse der von Urologen verunsicherten Radler: Die wollen nicht länger ihr Körpergewicht größtenteils auf der vergleichsweise kleinen Fläche der Sitzhöcker ruhen lassen, weil das nicht gerade durchblutungsfördernd ist, wie ärztlich attestiert wird. Bislang gab es als Alternative des sesselartigen Sitzes wie beim Spirit eine Sitzschale. Die muss genau passen, andernfalls gibt sie dem Rücken eine feste Form vor und lässt eine Abstimmung auf eine individuell gewünschte Lordosenwölbung nicht zu. Beim BodyLink-Sitz wird eine feste Sitzschale mit einer sanft geschwungenen Rückenlehne flexibel verbunden.

Die Höhe der Sitzvorderkante und der Lordosenstütze lässt sich mit Schnellspannern korrigieren. So wird auch die Neigung der Rückenlehne verändert: Für die Stadtfahrt etwas steiler und auf Überlandtour aerodynamisch zurückgeneigt. Der auch in der Länge abstimmbare Liegeradsitz besteht aus faserverstärktem Kunststoff mit einem leichten Schaumkern. Eine Kopfstütze gibt es als Zubehör.

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Last changed: February 01, 2008