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Speedmachine

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Pressespiegel - Provelo 62

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriss aus der Zeitschrift Provelo, Ausgabe 62. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Originalheft beim Verlag anzufordern.

Die Speedmachine getestet in der Provelo 62 Die Speedmachine getestet in der Provelo 62

Fahrbericht:

HP Velotechnik SPEEDMACHINE

Der Hersteller HP Velotechnik stellte auf der IFMA 1999 sein neues Sportmodell "Speedmachine" vor. Handelt es sich dabei einfach um eine tiefergelegte "Streetmachine" oder steht ein eigenes Konzept dahinter? Es ergab sich die Möglichkeit ein Vorserienrad einige Tage zu fahren und dieser Frage nachzugehen.

Die Speedmachine mit Speedbag Der Hauptrahmen ist aus Aluminiumrohren mit 60 mm Durchmesser geschweißt. Der Hinterbau stammt von der Streetmachine (Stahl) und wurde um Scheibenbremsaufnahme ergänzt. Als Frontfederung ist eine Steuerrohrfederung vorgesehen, beim Prototypen von Cannondale, in der Serie ein neues System von Univega mit ca. 50 mm Federweg. Das Rad wird mit direktem Obenlenker gesteuert. Es ergibt sich eine flachliegende Sitzposition mit 30 Grad (+/- 5 Grad) Sitzwinkel, 40 cm Sitzhöhe und 67 cm hohem Tretlager. Der Lenker ist mit einem langen Ausleger hinter den Knien und ziemlich nah am Körper.

Die Speedmachine folgt dem zur Zeit angesagten Trend zum tiefen Liegerad. HP geht aber nicht in die Extreme, sondern belässt es bei einer von den meisten als "verkehrstauglich" akzeptierten Sitzhöhe von 40 cm. Das ist konsequent, da sich HP nicht als Anbieter für Rennfahrer sieht. Durch das mit ca. 27 cm Tretlagerüberhöhung sehr hohe Tretlager ergibt sich dennoch eine völlig andere Sitzposition als bei der "Streetmachine". Diese Sitzposition verlangt vom Fahrer eine erhebliche muskuläre Anpassung um das Potential auszunutzen. Die Gefahr der schlechteren Durchblutung der Beine (Kribbeln in den Zehen, Einschlafen der Beine, Krämpfe) ist gegeben und verlangt eine langsame Gewöhnung an diese Sitzposition. Dies wird sehr unterschiedlich empfunden; manche haben damit gar keine Probleme. In der Frage, welche Tretlagerhöhe individuell richtig ist, sollte sich jeder durch Probefahren seine eigene Meinung bilden. Die Gleichung hohes Tretlager = sportlich und niedriges Tretlager = gemütlich, mag in der Regel stimmen, muss aber nicht für jeden der Maßstab sein.

Durch das hohe Tretlager gibt es mehr Platz, den Tretlagerausleger für kleinere Fahrer/innen einzuschieben als bei Konkurrenzmodellen. Ab ca. 165 cm Körpergröße ist es möglich dieses Rad zu fahren ohne dass Kurbeln und Reifen einander in die Quere kommen.

Die Umlenkrolle am hinteren Schwingendrehpunkt Die Geometrie ermöglicht eine von der Gabel unbeeinflusste Kettenlinie ohne Zugtrum- Umlenkrolle im Bereich des Steuerrohres. Dies ist ein erheblicher Vorteil. Die Kette läuft wie bei der Streetmachine weitgehend in Teflonrohren. Die Umlenkrolle unter dem Sitz in der Nähe des hinteren Schwingendrehpunktes ist extrem groß dimensioniert und sehr leise. Diese kugelgelagerte Rolle ist so ausgefräst, dass die Kette auf den Rollen und nicht auf den Aussenlaschen läuft. Diese Rolle ist auch Teil des von der Streetmachine her bekannten "No Squat Konzeptes", das die Kettenlinie immer ideal knapp über dem Schwingendrehpunkt hält. Dies funktioniert sehr eindrucksvoll. Antriebseinflüsse auf die Federung sind praktisch nicht zu spüren.

Die Federung ist straffer als bei der Streetmachine ausgelegt, bietet aber für ein Rad dieser Prägung einen sehr guten Komfort. Diese Federung und die schmalen Conti Grand Prix Hochdruckreifen ergeben eine ideale Kombination. Damit ist es möglich die überragenden fahrdynamischen Eigenschaften der Grand Prix auf asphaltierten Strassen ohne Nachteile beim Komfort auszuspielen. Eindrucksvoll ist die sehr gute Bodenhaftung auf schlechten Straßenbelägen. In Situationen, wo andere vergleichbar bereifte Räder zu springen beginnen, liegt die Speedmachine immer noch satt auf der Straße. Die Verwendung breiterer Reifen ist problemlos möglich.

Das Fahrverhalten ist leicht beherrschbar. Der lange Radstand (119 cm) sorgt für einen stabilen Geradeauslauf auch bei hohen Geschwindigkeiten. Das Lenkgefühl ist wegen des langen Vorbaus nicht völlig neutral. Dieses "tiller-steering" ist problemlos und einer zu nervösen Lenkung vorzuziehen. Die Positionierung des Lenkers hat das gleiche Problem wie alle Räder ähnlicher Bauart. Lenker, Armaturen, Knie, Hände und Sichtfeld konkurrieren um den gleichen Raum und müssen sich arrangieren. HP experimentiert noch mit verschiedenen Vorbauwinkeln, -längen und Lenkerformen. Die jetzige Lösung lässt den Knien genügend Platz, zwingt aber die Hände in eine relativ körpernahe Position. Die Handhaltung ist bequem, aber nicht besonders aerodynamisch, da die Ellbogen nicht vor den Körper gebracht werden können und dadurch die Stirnfläche vergrößern.

Durch die 30 Zone mit der Speedmachine Der Platz zwischen Lenker und Sitz ist beschränkt, sehr kräftig gebauten Fahrern wird das zu eng sein. Eine Einstellmöglichkeit für den Vorbauwinkcl oder das Angebot verschiedener Winkel wäre wünschenswert. Die Länge des Auslegers ist einstellbar. Durch die beschriebene Platznot ergibt sich aber nur eine geringe Einstellmöglichkeit. Andere Räder mit ähnlicher Geometrie verwenden oft einen U- förmigen Lenker vor den Knien. Auch diese Lösung ist nicht problemlos, da dabei der Platz für die Knie in Kurven eng wird und die Arme immer weit ausgestreckt werden müssen.

Als Bremsen sind grundsätzlich Magura Scheibenbremsen vorgesehen. Dies ist an einem solchen Rad sicher sinnvoll. Die 27 Gang Schaltung wird mit SRAM Rocket Halfpipe Drehgriffen geschaltet. Ein Gepäckträger für 2 Taschen ist möglich (mitgefedert). In der Serie soll dann auch vorne Platz für Schutzbleche sein (hinten sowieso). Als Sitz ist der bekannte Novosport- Sitz von der Streetmachine (4 Größen) vorgesehen. Dieser Sitz ist sehr bewährt und passt den meisten Fahrer/innen sehr gut. Die Ausstattung mit Heckverkleidung ist ebenfalls möglich. Das Testrad war mit einer sehr leichten einteiligen Sitz- Verkleidungs- Einheit aus CFK mit durchscheinender Faserstruktur von der Firma Steck in Burgau ausgestattet. Dieses Teil wiegt komplett ca. 2,6 kg und ist somit deutlich leichter als Sitz, Gepäckträger, 2 Packtaschen und Schutzblech zusammen. Es gibt allerdings nur 1 Sitzgröße. Deswegen ist auch die Lordosenstütze schwächer ausgeprägt um durch nachträgliches Aufpolstern mit Schaum eine individuelle Anpassung zu ermöglichen.

Das Gewicht des Testrades war ca. 16,5 kg. Dies ist nicht besonders wenig aber in Anbetracht von Vollfederung und Scheibenbremsen in Ordnung. Das "nackte" Serienrad dürfte um die 15 kg wiegen.

Das Rad wird ab September im Handel sein und in der Grundversion mit Vollfederung und Scheibenbremsen, aber ohne sonstiges Zubehör, DM 5.000,- kosten. Das ist natürlich ein stolzer Preis aber man bekommt dafür ein ausgewogenes Rad mit guter Ausstattung, das den Spagat zwischen Sportlichkeit und Touren- und Verkehrstauglichkeit schafft.

Friedrich Eberhardt, Ditzingen

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Letzte Änderung: 20.05.2012