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Agence Future Logo Agence Future Reisetagebuch 3.8: Afrika - Dogon


Wasser pumpen in Kani Kombole

Im Tal von Dogon lie├čen wir unsere Fahrr├Ąder im Schuppen eines Touristenempfangs. Ein F├╝hrer begleitete uns auf einem 5-Tage-Spaziergang entlang der Felswand an der Grenze zwischen Plateau und Tal.

Ein ruhiger Mann mit Namen Phillipe erz├Ąhlte uns, wie der Tourismus die Art der jungen Leute in den D├Ârfern von Dogon ver├Ąnderte. Er warnte, daß, wenn die alte Tradition des gegenseitigen Zuh├Ârens in den Dorftreffen nicht bald wieder aufgenommen werden w├╝rde, die Menschen zu sp├Ąt von den Gefahren der Abholzung h├Âren w├╝rden, und dann w├╝rde es in 50 Jahren keine B├Ąume mehr geben. Als wir mit einigen der jungen M├Ąnner sprachen, auf die er sich bezogen haben k├Ânnte, fanden wir heraus, da├č sie die ideale Zukunft als Spiegelbild der heutigen Industriel├Ąnder sehen.

Dies tauchte recht h├Ąufig in allen Stationen unserer westafrikanischen Feldforschung auf: viele der jungen M├Ąnner und Kinder streben nach einer Zukunft, die mit dem vergleichbar ist, was wir heute im Westen kennen. Sie freuen sich auf H├Ąuser aus Ziegelsteinen und viele Stra├čen. Auf der anderen Seite finden sie die Vorstellung, da├č jede Familie ein eigenes Auto besitzen k├Ânnte, leicht am├╝sant.

Frauen, die Hirse stampfen, in Kani Kombole Ein H├╝ttendorf

Im dogonischen Dorf Kani Kombole wohnten wir auf dem Dach eines G├Ąstehauses einer Schweizer NRO f├╝r die Verbesserung der Lebensbedingungen im Dorf. Wir wurden vom ├Ârtlichen Verwalter und einem bretonischen Biologen empfangen, der gerade sechs Wochen hier f├╝r die NRO verbracht hatte. Yann erkl├Ąrte uns, wie der Prozeß der Ausbreitung der W├╝ste das Dorf bedrohte, wieviel Arbeit und Geld ben├Âtigt w├╝rde, um ihn zu stoppen, und wieviel mehr Arbeit in den anderen D├Ârfern getan werden m├╝├čte. Er zeigte uns, wie Wasserbrunnen vergiftet werden und wie Dorfm├╝hlen aufh├Âren zu arbeiten, wenn es kein Geld f├╝r Benzin gibt.

Eine Frau in Kani Kanis Moschee Dieselbe Frau in Kani

Yann stellte uns auch einem alten dogonischen Mann vor, dessen Vision der Zukunft sehr klar war. Die Dinge w├╝rden sich ├Ąndern, erkl├Ąrte er. "Sie haben sich ge├Ąndert. Denn fr├╝her tanzten die Menschen f├╝r Regen, heute gehen unsere S├Âhne in die Moschee." Er fand, da├č Wandel weder eine gute noch eine schlechte Sache sei, lediglich unvermeidbar. F├╝r seine eigene Zukunft w├╝nschte er sich, da├č er bis zu seinem Tod auf dem Land arbeiten k├Ânnte.

Lesen Sie mehr über Agence Futures Reise durch Afrika:

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Letzte Änderung: 20.05.2012