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Agence Future Logo 1.1: Ägypten - Kairo

Als wir sahen, wie unsere Räder in Kairo aus dem Flugzeug geladen wurden, nur zehn Tage nachdem wir die blitzenden Maschinen in Deutschland abgeholt hatten, sank unsere Zuversicht um einiges.

Mein orangefarbener Flitzer lag zuunterst in einem Berg von Gepäck. Brams Rad lag oben drauf, und da drauf hatte man einige Koffer geworfen, von denen der letzte so schwer war, daß er mit zwei Männern ausgeladen werden mußte. In uns wuchs die leise Ahnung, daß unsere Räder noch Schlimmeres durchmachen würden...

Liegeräder vor Pyramiden Bessaam hatte unsere Ankunft in Kairo gut vorbereitet. Wir wurden von einem jungen Ägypter abgeholt, der uns schnell durch den Zoll half und ebenso schnell ein Taxi organisierte.

Ursprünglich hatten wir überlegt, vom Flughafen nach Kairo mit den Rädern zu fahren, aber Bessaam hatte uns davon abgeraten. "Ihr glaubt gar nicht, wie verrückt der Verkehr in dieser Stadt ist. Ich lasse Euch nicht mit den Rädern herfahren. Es ist einfach nicht möglich."

Somit wurden also die Räder sicher auf dem Dachgepäckträger des Taxis verstaut, und wir fuhren durch endlose Schlangen von Autos, LKWs und Bussen in die Stadt hinein. Wir erspähten einen einsamen Radfahrer, der einen grossen Wasserkasten transportierte und ihn irgendwo mitten im Chaos von Kairos Straßen verlor, wo Fahrspuren, Ampeln und sogar Polizisten ausgesprochen bedeutungslos zu sein scheinen.

Jedes einzelne Auto in Kairo hat Dellen und Kratzer, und es müssen in dieser Stadt täglich eine Menge kleiner Unfälle passieren. Der schwierigste Aspekt der dortigen Fahrkultur jedoch muß das laute und unablässige Hupen und Tuten sein, dem sich alle Fahrer mit Begeisterung hingeben. Überholen, überholt werden, wenden, anhalten, abfahren, jede Aktion ist von vielfachem Hupen begleitet. Nicht gerade ein freundliches Umfeld, um darin Rad zu fahren, wir haben nicht einmal Klingeln.

Trotz allem, oder vielleicht gerade deswegen, waren Bram und Bessaam darauf erpicht, die Herausforderung der Radtour vüber 30 Kilometer vom Stadtzentrum zu den Pyramiden und zurück anzutreten. Also wurden mein Notebook und ich in ein Taxi gesetzt, und fort waren sie.

Verhandlungen am Tor Nach ihrem Nachmittag auf den Rädern boten die beiden Jungs einen sehenswerten Anblick, schmutzig wie zwei Kaminfeger mit tiefschwarzen Ringen um die Augen, dunkler als das Khol der Beduinen. Umweltverschmutzung nimmt eine neue Bedeutung an, wenn man sie von seinem Gesicht abwischen kann. Die Kontrolle von CO2-Emission ist nicht so einfach wie in europäischen Städten, die besser organisiert sind. Ich machte mir eine Notiz, mich nach der Position Ägyptens im internationalen Klimagipfel zu erkundigen.

Die Pyramiden - Objekte ernsthafter archäologischer Untersuchungen, ästhetischer Bewunderung und wilder Spekulationen über Verbindungen zwischen alter ägyptischer und Maya-Kultur durch außerirdischen, wenn nicht göttlichen, Eingriff vor vielen Jahrtausenden - schienen uns der perfekte Startort für unsere Fahrradexpedition in die Zukunft.

Aber als die Radfahrer dort ankamen, war das Gebiet um die Pyramiden für die letzte Aufführung von "Aida" in diesem Jahrtausend abgesperrt. Es sah aus, als würden wir nicht hineinkommen.

Durch die Hinterstraßen von Kairo Also fuhren wir durch die Hinterstraßen und schauten uns diese architektonischen Monumente als Kulisse zum alltäglichen Leben in Gizeh an. Kinder riefen und liefen hinter uns her, ich fuhr auf dem Rücksitz von Bessaams Rad mit, und ein kleiner Junge gönnte sich diesen Spaß auf dem Rücksitz von Brams Rad.

Als wir an der Stelle ankamen, wo man die große Sphinx sehen kann, hatten die Soldaten, die den Eingang bewachten, ein freundliches Willkommenslächeln auf ihren Gesichtern. Bessaam ging auf sie zu und versuchte, sie davon zu überzeugen, uns hineinzulassen, während ich mich mit den Kindern, die uns gefolgt waren, über unser "agala" austauschte.

Maya und Besaam mit ihren Liegerädern vor den Pyramiden von Gizeh Mittlerweile hatten sich auch viele erwachsene Männer eingefunden. Bessaam nutzte seine ganzen Überredungskünste und sein überzeugendstes Arabisch. Ein Teil der Soldaten ließ sich von seinen Anstrengungen nicht erweichen, aber ein Kommandant am nächsten Tor war beeindruckt, wahrscheinlich durch unsere Räder, und wir wurden schließlich hineingelassen.

Die Street Machines hatten es geschafft. Sie hatten ihren Wert als Zeitmaschinen bewiesen, indem sie uns in das Herz der historischen Magie des alten Ägypten mitnahmen.

Nach unserem Blick in die Vergangenheit bei den Pyramiden wurde es höchste Zeit für uns, weiterzufahren und erneut die Zukunft zu verfolgen. Wir waren bereit für die Begegnung mit der Wüste.

Lesen Sie mehr über Agence Futures Erlebnisse in Ägypten:

Übersicht | 1.2: Ägypten - Die Sinaiwüste >>

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Letzte Änderung: 20.05.2012