Liegerad Hauptseite Suche Produktwegweiser Kontakt zum Liegeradhersteller
HP Velotechnik Logo des Herstellers von Liegerad, Dreirad und trikes Hier liegen Sie richtig! (auf einem Liegerad oder Liegedreirad von HP Velotechnik)
blauer Balken

Navbar

Produkte: Liegerad und Zubehör Shopping Service Über uns
Portrait
Neuentwicklungen
Pressespiegel
Presse-Service
Stellenanzeigen
Agence Future
Die Website
Nutzungsbed.
Impressum

Kontakt

Konfigurator:
Konfigurator

Schnellsuche:

Folgen Sie uns:
Facebook YouTube Google+

Pressespiegel - outdoor 04/1999 (3. Teil)

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriß aus der Zeitschrift outdoor, Ausgabe 4/1999. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Originalheft beim Verlag anzufordern.

Zur besseren Navigation haben wir den Artikel über mehrere Seiten verteilt.

outdoor Seite 5
1. Teil | 2. Teil | 3. Teil

ALLES ÜBER LIEGERÄDER

Liegerad-Typen

Langlieger

Charakter: Radstand um 170 cm, Tretlager hinter Vorderrad

Vorteile

  • sehr guter Geradeauslauf
  • extrem überschlagsicher
  • gute Dämpfungseigenschaften auch ohne Federung dank langem Rahmen

Nachteile

  • eher träges Fahrverhalten
  • wenig wendig - schwerer als Kurzlieger - sperrig bei Transport und Lagerung

Kurzlieger

Charakter: Radstand um 100 cm, Tretlager vor dem Vorderrad

Vorteile

  • sportlich agiles Fahrverhalten
  • kleiner Wendekreis
  • relativ leicht
  • nicht länger als normales Fahrrad

Nachteile

  • je nach Gewichtsverteilung kann Hinterrad bei Vollbremsung abheben
  • kippelig und nervös (besonders für Anfänger)
  • hartes Fahrwerk, wenn ungefedert

MWB

Aus USA kam noch eine weitere Liegeradklasse über den großen Teich: das MWB. MWB steht für "middle long wheelbase" und meint einen Radstand, der meist zwischen 120 u. 140 cm liegt. Diese Liegeräder sind wendiger und leichter als Langlieger, aber gutmütiger als Kurzlieger. Viele Insider erwarten hier das größte Zukunftspotential.

Tieflieger

Der Radler liegt extrem tief unmittelbar über dem Boden, praktisch zwischen Vorder- und Hinterrad, Die Kurbel befindet sich oben vor dem Vorderrad, und der Rahmen schlängelt wie ein Z um die beiden Laufräder. Wegen dieser extremen Sitzposition sind Tieflieger kaum für den Alltag geeignet, dafür sind sie Könige bei allen Rennen.

Lenker

Obenlenker

Vorteile

  • Brems- und Schalthebel im Blickfeld
  • vertrauteres Feeling, besser für Neulinge
  • einfach beim Schieben
  • aerodynamisch günstig (bei enger Armhaltung)

Untenlenker

Vorteile

  • lässige Armhaltung, erfordern kaum Haltekräfte
  • oft leichteres Aufsteigen
  • das Blut läuft einem nicht aus den Händen (kalte Hände)

Federung

Die Street Machine GtNormale Fahrräder benutzen neben den Reifen auch den Körper des Menschen als Federelement: der gebogene Rücken und die Arme halten die Schläge vom Kopf fern. Liegeräder verhindern diesen "Mißbrauch", d.h. alle Schläge landen via Sitz und Wirbelsäule direkt im Schädel des Radlers. Je kürzer der Radstand, desto stärker ist der Effekt. Wer häufiger auf schlechten Straßen unterwegs ist, sollte deshalb von vorneherein eine Federung in Erwägung ziehen. Es ist auch sicher kein Zufall, wenn die Berliner Liegeradschmiede "Ostrad" fast eine Monopolstellung auf den Holperstraßen im Osten der Republik hat: die Berliner bauen wahre Federwegriesen.

Hohes oder tiefes Tretlager?

Ein tiefes Tretlager hat den Vorteil, daß sich vor allem Anfänger sicherer fühlen. Es ist vertrauter, und man hat beim Stoppen die Füße schneller auf dem Boden. Von der Ergonomie besticht aber ein hohes Tretlager: die Position der Lehne als Gegenlager beim Kurbeln ist besser. Man kann viel mehr Dampf machen!

Spann- oder Schalensitz?

Starre Schalensitze - sofern die Größe und Form stimmen - sind orthopädisch günstig (Abstützung der Lendenwirbelsäule) und bieten guten Kontakt zum Fahrrad. Im Sommer begünstigen sie die Schweißbildung am Rücken, im Winter halten sie dafür schön warm. Sie federn wenig, weshalb man sie vor allem auf vollgefederten Liegerädern montiert.

In Spannsitzen aus Gurt- oder Netzmaterial sitzt es sich aufgrund ihrer Federungseigenschaften äußerst bequem, und sie bieten eine gute Rückenbelüftung. Dafür bieten sie weniger Halt beim Pedalieren, und im Winter wird eine zusätzliche Isolierung nötig.

Der Winkel der Sitzlehne (gegenüber dem Tretlager) entscheidet übrigens stark über die Bergtauglichkeit. Flach = gut in der Ebene; etwas steiler (105°) = günstiger am Berg.

Sitzhöhe und Sicherheit

Ab einer Sitzhöhe von etwa 50 cm wird Blickkontakt zu Autofahrern und der Blick "durch" die Autos möglich. So rollt man auch im Stadtverkehr einigermaßen sicher. Der Blick über ein Auto hinweg - so wie bei einem normalen Fahrrad - ist jedoch nicht möglich. Liegt die Sitzhöhe deutlich unter 50 cm, wird zwar die Stirnfläche geringer - und damit das Rad schneller - der Fahrer aber auch wesentlich leichter übersehen. Tief lieger (30-40 cm) gelten deshalb fast ausnahmslos als reinrassige Renner. Stadtliegeräder bieten oft über 60 cm Sitzhöhe.

Tips für potentielle Liegeradler

  • Vergessen Sie alles, was Sie irgendwo gelesen haben. Auch diesen Artikel. Liegeräder muß man selbst (er)fahren, um sie zu verstehen und sich eine eigene Meinung zu bilden!

  • Insider meinen, man müsse viel fahren, um sich an das neue Gefühl zu gewöhnen. Wieviel differiert von "mindestens ein Wochenende" über "300 km" und "mindestens zwei Wochen" bis "5000 km und zwar in einer Saison". Mit einer kurzen Probefahrt ist es jedenfalls nicht getan. Mieten Sie ein Liegerad für eine längere Tour (s.u.).

  • Das Erste ist nicht immer das Beste: Probieren Sie möglichst viele verschiedene Modelle aus, auch wenn es leider nur sowenige Händler gibt! - HPV (Human Powered Vehicle) oder "Recumbent" sind übrigens die international üblichen Bezeichnungen für Liegeräder.

Liegerad-Zielgruppen

  • Leute, die entspannt durch die Landschaft gleiten wollen
  • Leute, die nicht das Übliche lieben
  • Leute, die gerne wahnsinnig schnell fahren
  • Leute, die Aufmerksamkeit erregen wollen
  • Alle Flachländer

Informationen, Bücher

  • Andreas Pooch: Liegerad-Datei (Römerstraße 44, 53840 Troisdorf, Tel.: 0 22 41/10 53 47; Internet: www.liegerad.de).

    Wäre er ein Politiker, würde man Andreas Pooch mit seiner "Liegerad-Datei" einen Lobbyisten nennen. Er sammelt Informationen über den Liegerad-Markt und stellt sie in einem übersichtlichen Heft zusammen. Für ernsthafte Interessenten ein Muß, denn man bekommt das aktuellste Info- und Adressenverzeichnis!

  • Gunnar Fehlau: Das Liegerad, 3. Auflage 1996, Moby Dick Verlag, 167 Seiten, ISBN 3-89595-025-4, DM 39,80).

    Mit Abstand das beste Buch über Liegeräder, es ist das einzige. Nein, Ironie bei Seite, Gunnar Fehlau hat hier ganze Arbeit geleistet: Geschichte des Liegerads, Alltag und Touren, Wettkampf, die Konstruktionsgrundlagen, ja sogar ein Kapitel über den Selbstbau von Liegerad und Verkleidung sowie Informationen über die gesetzlichen Vorschriften, Hersteller und jede Menge Adressen.

    Üppige Bebilderung und immer wieder kleine persönliche Erlebnisse verhindern das Aufkommen von Technik-bedingter Langeweile; etwas rennlastig und kein aktuelles Adressenmaterial.

  • Veloladen Liegeräder (Dolmanstr. 20, 51427 Bergisch-Gladbach, Tel.: 0 22 04 / 6 10-75, Fax -76).

    Klaus Schröder und Ortwin Kürthen hatten als erste und einzige den Mut, ihren Veloladen zu einem reinen Liegerad-Fachgeschäft zu machen. Für DM 5,- gibt es einen Berg informatives Papier mit Preislisten, Prospekten etc., selbst hinfahren bringt noch mehr. Seit neuestem auch eigene Liegeräder.

  • HPV-Deutschland e V. (Postfach 2004, 91010 Erlangen) ist der offizielle Verein aller Liegeradler. Er gibt als Mitgliederzeitschrift den "infoBull" heraus, ein schwarz-weißes DIN AS Heftchen. Sollte man sich mal besorgen, weil voller Adressen, Gebrauchtliegern, Treffpunkten der HPV'ler und Terminen.

  • www.ihpva.org heißt die Internet-Adresse des Internationalen Dachverbandes aller nationalen HPV-Verbände.

    Gut gepflegte Homepage mit vielen Links zu Herstellern ermöglicht einen aktuellen Einblick in die weite Liegeradwelt.

1. Teil | 2. Teil | 3. Teil

Copyright © 1993-2017 HP Velotechnik OHG (Nutzungsbedingungen und Impressum)
Letzte Änderung: 20.05.2012