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Pressespiegel - Wiesbadener Kurier vom 16.11.1999

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriß aus dem Wiesbadener Kurier vom 16.11.1999. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Original beim Verlag anzufordern.

Experten für zweirädrige Luxus-Liegen

Experten für zweirädrige Luxus-Liegen

Vom Hobby zum Nischen-Renner: Zwei Krifteler bauen seit ihrer Kindheit Liegeräder

KRIFTEL. Radeln in der Horizontale: Was für viele immer noch exotisch und gefährlich aussieht, ist für Paul Hollants und Daniel Pulvermüller zu einem guten Geschäft geworden. Die Leidenschaft fürs Liegerad hat die beiden Freunde schon in der Schule gepackt. Heute sind die Mittzwanziger mit ihrer kleinen Firma in Kriftel eine der zwei großen Adressen für Liegeräder in Deutschland und rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatz von 650 000 DM.

"Die Idee für das erste Liegerad hatten wir mit ungefähr 13", sagt Hollants. So etwas wie ein "Tretauto" wollten sie damals bauen - das Radeln zur Schule im Regen machte ihnen keinen Spaß mehr. Auf die Liegeposition für den Fahrer kamen die beiden, weil ihnen das Aufrechtsitzen mit Regenschutz zu windanfällig schien. Experten im Auseinander- und wieder Zusammenbauen von Drahteseln waren sie schon, also machten sie sich in Garage und Hobbywerkstatt ihrer Eltern ans Werk. Was dabei herauskam, hatte drei Räder, sah einer roten Isetta ähnlich - und war bis 1992 so weit ausgereift, daß Hollants und Pulvermüller damit den Jugendwettbewerb des deutschen Ingenieurvereins gewannen.

Das tolle Ding wog allerdings 35 Kilo, hatte miserable CW-Werte und war verkehrstechnisch tatsächlich mehr Auto als Fahrrad. "Auf den Erfindermessen und Technik-Tagen kamen hauptsächlich Hausfrauen zu uns die damit zum Einkaufen fahren wollten." Ernsthafteres Interesse erregte ein Nebenprodukt ihrer Tretauto-Montage: Ein zwei- statt dreirädriges Pedalen-Gefährt, das die Leute immer wieder mit nach Hause nehmen wollten. Pulvermüller und Hollants verkauften, bauten nach, verkauften und bauten wieder nach. 1993 meldeten sie unter dem Namen HP Velotechnik ihre Firma an. Das beliebte Zweirad war der Prototyp für die "Street Machine", die sie in diesem Jahr 250-mal verkaufen, zu 4000 bis 4500 DM das Stück.

Daniel Pulvermüller und Paul Hollants mit ihrem neusten Liegerad, der schnellen Speedmachine

Hollants hatte sich in den Jahren des Rad-Experimentierens zum Fan des bequemen aber vergleichsweise langsamen Lang-Liegerads entwickelt, Pulvermüller bevorzugte die kurze Version: hier liegt man flacher, kann schneller und wendiger fahren, das Tretlager liegt hinter dem Vorderrad. Die "Street-Machine" ist ein Kurz-Rad, laut Hollants aber aufgrund der von ihnen eingebauten Vollfederung ebenso bequem wie ein langes. Seine Kunden gewann das Entwickler-Team zunächst über Szene-Zeitschriften und Liegerad-Vereinsblättchen, inzwischen läuft der Verkauf vorwiegend über 15 Spezialhändler. Der Firmenname HP Velotechnik verbindet nicht nur die Initialen der beiden Bastler, sondern steht auch für "Human Powered Vehicle", wie die in Deutschland immer noch verschwindend kleine Liegeradler-Gemeinde ihre Fortbewegungsmittel gerne nennt.

Die Rad-Rahmen läßt das Duo seit 1994 in Taiwan fertigen: "Made in Taiwan" ist laut Hollants bei Rädern ein Gütesiegel. Die Montage besorgten sie bis vor kurzem in ihrem zu Werkstatt und Büro umgebauten Bauernhof noch selbst, haben sie jetzt jedoch einem Betrieb in Chemnitz übergeben. Ihnen bleibt ihre Lieblingsbeschäftigung: die Entwicklung. Seit 1997 hat HP Velotechnik auch ein ungefedertes Rad für knapp 2000 DM im Programm, verkauft davon aber nicht annähernd so viele wie von der Luxus-Ausgabe. Nächstes Jahr will das Zwei Mann-Team eine Renn-Version herausbringen.

Pulvermüller hat Anfang des Jahres sein Maschinenbau-Studium abgeschlossen. Bei einem großen Unternehmen könnte er als Diplom-Ingenieur mehr verdienen, aber er kann mit seinem Kompagnon ganz gut von den Liegerad-Erlösen leben und schätzt die Selbständigkeit. Hollants studiert noch als Wirtschaftsingenieur in Darmstadt. Er glaubt zwar, dass das Liegerad auf absehbare Zeit ein Nischenprodukt bleiben wird. Sie seien jedoch zufrieden damit, das "obere Ende" des Marktes zu bedienen und so ihre Tüfteleien auf hohem Niveau weiter entwickeln zu können: "Manche unserer Kunden bestellen eine Lichtanlage für 500 DM - soviel geben die meisten noch nicht mal für ein ganzes Rad aus."

Copyright © 1993-2017 HP Velotechnik OHG (Nutzungsbedingungen und Impressum)
Letzte Änderung: 20.05.2012