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Pressespiegel - Höchster Kreisblatt vom 06.06.1998

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriß aus dem Höchster Kreisblatt vom 06.06.1998. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Original beim Verlag anzufordern.

Auf dem Liegerad gibt es keinen wunden Hintern

Von Jens Etzelsberger

Zeitungsartikel

Kriftel. Die größten Hoffnungen muß Paul Hollants meistens gleich zunichte machen. Auch ein Liegefahrrad bedarf des mechanischen Antriebs durch Muskelkraft. Wer also glaubt, die noch immer etwas exotisch anmutenden Gefährte würden muskellahme Freizeit-Pedaleros nur so über die Straßen fliegen lassen, muß enttäuscht werden.

Der Wirkungsgrad ist beim Liegerad eher geringfügig kleiner als beim herkömmlichen Diamantrahmen. Der Mißmut hält sich allerdings meist in Grenzen. Denn wer sich einmal damit abgefunden hat, daß auch im Liegen getreten werden muß, kann der Technik meist andere Vorteile abgewinnen.

Man sitzt einfach komfortabler und sieht mehr von der Landschaft, lobt Hollants das schon Anfang des Jahrhunderts ersonnene Prinzip, bei dem der Fahrer nicht auf, sondern zwischen den Rädern sitzt.

Außerdem beuge die ziemlich aufrechte Position von Oberkörper und Kopf Beschwerden in Nacken und Handgelenken vor. Auch dem gefürchteten "Wolf" wird mit breitem Sitz und breiter Lehne vorgebeugt. Einen wunden Hintern gibt es beim Liegeradfahren nicht. Und die meisten haben den Bogen in fünf Minuten raus, betont Paul Hollants.

Grundsätzlich wird beim Liegefahrrad gleichmäßiger und in höherer Frequenz als beim herkömmlichen Fahrrad getreten. Kraftspitzen können nicht durch den Wiegetritt ausgeglichen, sondern müssen durch die Wahl der idealen Übersetzung geregelt werden.

Dennoch fristet das Liegerad ein Schattendasein. Auf rund 1000 Stück schätzt Paul Hollants den deutschen Markt pro Jahr. Er und sein Partner Daniel Pulvermüller mischen da kräftig mit. Ihre Krifteler Firma "HP Velotechnik" verkauft pro Jahr rund 300 Exemplare der Modelle "Street Machine" und Wavey".

Die Klientel hat sich laut Hollants in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Während früher fast ausnahmslos Ökobewegte auf die Liegeräder stiegen und kopfschüttelnd über so viel Unvernunft neben den überraschten Autofahrern herstrampelten, haben heute auch andere ihr Faible für die Exoten entdeckt.

Geschwindigkeitsfetischisten setzen sich, ganz nah am Zeitgeist, auf den tiefen Sitz, ebenso Technikfreaks oder Menschen, denen noch das richtige Fahrrad zum Morgan oder Lotus fehlt.

In jedem Fall aber ist der Kauf eines Liegerades wohlüberlegt, Die Kunden informieren sich umfassend und meistens vergeht mehr als ein Jahr vom ersten Kontakt mit dem Thema Liegerad und dem endgültigen Kauf. Den großem Boom, vergleichbar etwa der Mountain-Bike-Welle, wird es bei Liegerädern wohl nie geben, schätzt Paul Hollants. Seine Firma ist dennoch dabei, das Liegerad aus dem hochpreisigen Technikfreak-Segment herauszuholen. Diese Klientel wird mit der rund 4000 Mark teuren Street-Machine zwar immer noch bedient.

Daneben gibt es mit dem Modell "Wavey" das Volksliegerad für vergleichsweise schlappe 1800 Mark. Geeignet für Einsteiger und alle, die wohl das Bauprinzip favorisieren, die Technikversessenheit aber nicht auf die Spitze treiben wollen.

Das nächste Liegerad ist bereits in Planung. Entwickelt werden die Räder am Computer. Auch die Prototypen entstehen in Kriftel. Die Serienfertigung findet allerdings in Taiwan statt. Von dort kommen die Rahmen für die Street-Machine, die in Deutschland kunststoffbeschichtet und in Kriftel mit allen Anbauteilen, von der Federgabel bis zu Rädern und Schaltung, bestückt werden. Das Modell Wavey wird dagegen komplett in Taiwan montiert.

Wie Hollants und Pulvermüller zur Liegeradproduktion kamen? Schon als Schüler bastelten sie erfolgreich an muskelbetriebenen Fortbewegungsmitteln und gewannen damit sogar einen Wettbewerb. Und bis jetzt sind sie eben dabei geblieben.

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Letzte Änderung: 20.05.2012