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Pressespiegel - Frankfurter Rundschau vom 22.08.1998

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriß aus dem Wirtschaftsspiegel der Frankfurter Rundschau vom 22.08.1998. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Original beim Verlag anzufordern.

Paul Hollants und Daniel Pulvermüller in der Werkstatt von HP Velotechnik

Ein Gefühl wie im Fernsehsessel

Von Birgit Weyel

Zwei Tüftler aus Kriftel haben sich mit Erfolg auf Liegeräder spezialisiert. In einem ehemaligen Stall tüfteln zwei Krifteler Studenten neue Prototypen für Liegeräder aus. Produzieren lassen sie die ungewöhnlichen Vehikel vor allem in Taiwan. Mittlerweile ist das jugendliche Gespann mit Namen HP Velotechnik der zweitgrößte Anbieter solcher Fahrzeuge in Deutschland

KRIFTEL. Mit einem pedalbetriebenen Kabinenfahrzeug fing alles an. Damals, vor knapp zehn Jahren, konstruierten Daniel Pulvermüller und Paul Hollants ein Gefährt, "mit dem wir im Trockenen zur Schule kommen konnten". Denn für ein Auto waren die beiden, heute 26 und 24 Jahre alt, noch zu jung. Um "nicht aufrecht gegen den Wind fahren zu müssen", wie Hollants erklärt, verbarg sich unter der wasserdichten Fahrerkabine ein dreirädriges Liegerad.

1992 wurden die Krifteler für ihre Konstruktion mit dem ersten Preis im Bundeswettbewerb Jugend und Technik belohnt. Doch damals war das Kabinenfahrzeug schon längst nicht mehr interessant für sie. "Man muß sich damit im Verkehr wie ein Auto verhalten. Muß auch im Stau stehen und kann nicht mal schnell durch einen Park fahren", sagt Hollants.

"Inzwischen hatten wir aber gemerkt, wie toll Liegeräder eigentlich sind". Komfortabel, schnell und wendig sei ein solches Gefährt, schwärmt der Konstrukteur. Müßten die Fahrer eines Rennrads einen "Katzenbuckel" machen, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, sitze der Liegeradfahrer bequem auf einem breiten Sitz, "wie in einem Fernsehsessel". Selbst bei langen Touren bekomme man weder Rückenschmerzen oder Verspannungen im Nacken noch ein wundes Gesäß. Die Sicherheit im Verkehr sei auch kein Problem, da sich der Radler genau in Augenhöhe des Autofahrers bewege.

So bauten die jungen Männer für sich selbst solche bequemen und schnellen Vehikel, entwickelten das "erste vollgefederte Liegerad in Europa" und stellten bald fest: "Die Leute wollten unsere Räder kaufen". 1993 folgte die Firmengründung - die Gemeinde Kriftel vermietete den Jungunternehmern Räume in einem ehemaligen Bauernhof.

Zur Zeit haben die beiden zwei Räder im Angebot: die Street Machine für rund 4000 Mark und das Einsteigermodell Wavey für etwa 1800 Mark. Die Rahmen lassen Hollants und Pulvermüller in Taiwan produzieren. Deutsche Hersteller seien für geringe Stückzahlen nicht zu gewinnen, sagt Hollants. In Taiwan sei man dagegen wesentlich flexibler und experimentierfreudiger. Das Wavey - mit anfängerfreundlichem Lenker in Augenhöhe - wird komplett in Taiwan angefertigt. Die Street Machine wird dagegen in der Krifteler Werkstatt montiert, da die Kunden meist individuelle Wünsche haben. "Es dauert im Schnitt 18 Monate, bis sich jemand zum Kauf eines Liegerades entschließt. So lange informieren sich die Leute und haben dann oft sehr ausgeprägte Vorstellungen", sagt Hollants.

Im vergangenen Jahr hat HP Velotechnik rund 250 Räder verkauft, fast immer über Fachhändler. Damit haben die beiden Krifteler den zweitgrößten Umsatz mit Liegerädern in Deutschland gemacht, denn zwischen Flensburg und München wurden 1197 nur etwa 1000 der schnellen Treter verkauft. "Der Markt ist halt noch ziemlich klein", sagt Hollants. Zum Vergleich: 1997 setzten die Händler in Deutschland nach Angaben Hollants rund 3,5 Millionen herkömmlicher Fahrräder ab.

Noch studieren die beiden Tüftler an der Technischen Universität in Darmstadt - der eine Wirtschaftsingenieurwesen, der andere Maschinenbau. Dabei können sie ihre Erfahrungen in der Konstruktion und im Marketing gut einbringen. Als Studenten sind sie auch mit ihrem relativ kleinen Umsatz und dem damit verbundenen eher geringen Verdienst zufrieden. Sie wünschen sich, daß die Vehikel den Ruf der Kuriosität verlieren, der ihnen immer noch anhängt.

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Letzte Änderung: 20.05.2012