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Pressespiegel - TAZ 17.04.2004

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriß aus der deutschen Zeitung TAZ Tageszeitung vom 17.04.2004. In der Jubiläumsausgabe zum 25 jährigen Bestehen fragte die TAZ, wie die Welt in 25 Jahren aussieht. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Original beim Verlag anzufordern.

HP Velotechnik in der TAZ

Mehr Luxus und mehr Liebe

Das Fahrrad der Zukunft wird noch technischer, aber auch noch bequemer sein. So richtig was zum lĂŒmmeln, prophezeit Paul Hollants. RĂ€der dieser Art produziert er heute schon. Aber alles kann noch besser werden, vor allem das Gesamtkonzept Velo.

Interview: Helmut Dachale

Paul Hollants auf dem Liegerad Spirit taz: Automatikschaltung, Federungselemente, GPS-Computer - fĂŒr die einen ist's Komfort, fĂŒr die anderen unsinnige Technisierung, die das Fahrradfahren so langsam zum komplizierten Vorgang macht. Wird man in 25 Jahren das technische Handbuch studieren mĂŒssen, bevor man losfahren kann?
Paul Hollants: Rad fahren ist wunderbar einfach - draufsetzen, losfahren, lĂ€cheln. Das wird erst recht in 25 Jahren gelten, wenn die guten Hersteller endlich die modernen Erkenntnisse der Ergonomie umgesetzt haben. Das Fahrrad der Zukunft hat Bremsen, die nicht blockieren, aber mit wenig Kraft auch von kleinen HĂ€nden zu bedienen sind. Eine Gangschaltung, die intuitiv, eben ohne vorheriges Mechanik-Studium, zu bedienen ist und beim Losfahren an der Ampel schon im leichten Gang steht. Stabile LaufrĂ€der mit Reifen, die keine Platten mehr bekommen und nur noch zum FrĂŒhlingsanfang nachgepumpt werden mĂŒssen. Dabei beurteilen wir solche FahrrĂ€der nicht nur nach den Details. Oder wissen Sie, von wem in Ihrem Auto die Schaltung stammt? Wichtiger ist, dass alles zusammen stimmig ist, wichtiger ist das Gesamtkonzept.

Auf all diese menschenfreundlichen Komponenten, auf Ergonomie und Gesamtkonzept mĂŒssen wir heute noch verzichten?
Nein, vieles ist schon da. Einfach mal eine Probefahrt auf einem der neuen Radtypen wagen. Dann lÀsst sich entdecken, was heute alles schon so im Fahrrad stecken kann. Auch eine Lichtanlage, die sich von alleine in der DÀmmerung einschaltet, ohne Batterien direkt vom Nabendynamo versorgt.

Scheint ja doch alles auf ein Hightech-Produkt hinauszulaufen. Und das darf dann reparaturanfÀllig und ziemlich teuer sein?
Ein QualitĂ€tsfahrrad kann nie den Preis haben, zu dem die SelbstbausĂ€tze aus dem Baumarkt angeboten werden. Aber wenn etwas reparaturanfĂ€llig ist, dann sind's die. In 25 Jahren wird deshalb dieser Schrott verboten sein - aus SicherheitsgrĂŒnden und zum Vorteil des Fahrradladens um die Ecke. Bei dem bekommen Sie zur Jahresinspektion ein schickes Ersatzrad und dazu einen Cappuccino serviert. Und in 25 Jahren wird die Werkstatt auch Ihren Bordcomputer programmieren. Damit Sie wieder dahin finden können, wo Sie noch nie waren - und das auch noch ĂŒber fahrradfreundliche Wege.

KURZPORTRAIT

Paul Hollants, 30, gilt als einer der jungen Wilden in der Fahrradbranche. Doch eigentlich ist er ein alter Hase: Bereits 1993 grĂŒndete er zusammen mit dem Maschinenbau-Ingenieur Daniel PulvermĂŒller, 32, die eigene Firma HP Velotechnik, entwickelt und produziert seitdem LiegerĂ€der. Mit rund 700 RĂ€dern pro Jahr ist die Manufaktur mittlerweile zum deutschen MarktfĂŒhrer in diesem Segment geworden. Man setzt auf ergonomisches Design, bessere Aerodynamik, gefederte LaufrĂ€der. Die ĂŒberdurchschnittlichen Ergebnisse haben deshalb auch Preise, die deutlich ĂŒber dem Durchschnitt liegen. Aber Geld ist nicht alles, und die beiden gehen davon aus, dass dem Liegerad die Zukunft gehört.

Hört sich an, als ob gar nichts mehr bleibt, wie es ist. Auch nicht der Rahmen in Diamantform, der mit der "Stange"? Bis vor kurzem hieß es noch: eine geniale Konstruktion, einfach unverbesserlich.
Ein Diamant bleibt unvergĂ€nglich. Aufgebaut aus stabilen Dreiecken, ist der Diamantrahmen die leichteste und bewĂ€hrte Bauweise fĂŒrs konventionelle Rad. Aber natĂŒrlich könnten Sie auch noch ein bisschen mehr erwarten. Eine Rahmenfederung etwa, die schlechte Radwege glatt bĂŒgelt. Oder einen tiefen Durchstieg, damit Sie ohne TurnĂŒbungen auf Sattel oder Sitz Platz nehmen können. Hier spielen großvolumige Einrohrrahmen ihre Vorteile aus oder auch geschwungene Kunststoff-Schalenrahmen. Was weiterhin bleiben wird: der gute alte Kettenantrieb. Ob ovale KettenblĂ€tter, Kardanwellen oder Zahnriemen, solche Erfindungen sind schon in den letzten 25 Jahren immer wieder aufgetaucht und in der Versenkung verschwunden. Ich persönlich plane in dieser Kategorie den schaltbaren, im Rahmen versteckten Hydraulikantrieb - bei unseren LiegerĂ€dern entfĂ€llt damit die Frage nach dem Zweck der langen Kette. Übrigens auch auf unserer Positivliste: Luftreifen, Drahtkörbe und Fahrradhupen.

LiegerĂ€der also. Ein Typus, der immer noch recht selten auf deutschen Straßen zu sehen ist, um es mal zurĂŒckhaltend auszudrĂŒcken. Das soll bald anders sein?
Da fragen Sie den Richtigen. Wir haben uns mit unseren Liegeradmodellen in den letzten zehn Jahren vor allem auf die anspruchsvollen Reiseradler konzentriert. Aus guten GrĂŒnden: Auch auf langen Touren gibt's keine Druckstellen, hat man entspannt zurĂŒckgelehnt die ganze Landschaft im Blick. Und was weniger bekannt ist: An einem Reiseliegerad kann man viel einfacher GepĂ€ck und eine gute Federung unterbringen. Alles Fakten, die das Liegerad in den nĂ€chsten Jahren aus der Nische herausbringen werden.

Wenn es nur nicht so schwierig zu fahren wÀre!
Was soll denn daran schwierig sein? Klar, in 25 Jahren werden nicht alle Liegerad fahren. Aber wir werden uns dann in einer schönen, bunten Fahrradwelt bewegen, in der neben Transport-, Kinder- und Rennliegern auch praktische SesselrĂ€der unterwegs sind. Gerade bei diesen nĂ€chsten Verwandten des Liegerads sehe ich ein großes Potenzial: Man sitzt relativ aufrecht, kann sich jedoch bequem zurĂŒcklehnen und die FĂŒĂŸe locker auf den Boden stellen. Das sind Positionen, die nun mal gesĂŒnder sind als das Balancieren auf schmalem Sattel. In der Liegeposition ist der Bandscheibendruck erheblich geringer, das aktive Sitzen stĂ€rkt die RĂŒckenmuskulatur. Und auch Urologen raten: Liegeradler lieben lĂ€nger. Prima Zukunftsaussichten, oder?

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Letzte Änderung: 20.05.2012