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Agence Future Logo Agence Future Reisetagebuch 3.4: Afrika - Fouta Torro



Wir fahren durch Dörfer im Sahel

Wir fuhren 130 Kilometer landeinw├Ąrts von Saint-Louis nach Richard Toll. In dieser kleinen Stadt, die um eine Zuckerfabrik herum liegt, war der ├Ąlteste Bruder der Familie Diop unser Gastgeber.

Das Haus hatte zahllose Bewohner aller Altersgruppen und Gr├Â├čen. Der Haushaltsvorstand war eine gro├če, enthusiastische Frau, deren Hauptsorge dem Essen galt, das wir f├╝r jeden auf dem Markt kauften. Lamin, einer von Mors j├╝ngeren Br├╝dern, der in der Zuckerfabrik arbeitete, erz├Ąhlte von den lokalen Versuchen, junge Leute davon zu ├╝berzeugen, sich in der Politik zu engagieren oder zumindest in der jungen, instabilen Demokratie des Senegal zu wählen.

Sei Freund Boubacar zeigte mir die Stadt und brachte uns zum Zentrum f├╝r M├╝tter, deren Babies an Unterern├Ąhrung leiden. Er hatte genaue Vorstellungen davon, wie man f├╝r die Zukunft sorgt, indem man gesunde, junge Senegalesen gro├čzieht, die bedeutungsvoll zur Zukunft des Landes beitragen k├Ânnen.

fishermen in the river

Anschließend brachen wir zu einer 800 km langen Fahrt zur malinesischen Grenze auf. Wir folgten dem Senegalflu├č entlang der mauritanischen Grenze. Wir wohnten in Schulh├Âfen kleiner D├Ârfer, bei Familien und zwei Bezirkspr├Ąfekten. In Ourossogui, wo wir f├╝r einige Tage blieben, sprachen wir mit den freiwilligen Feldforschern von ENDA (der NRO, die wir in Dakar besucht hatten). Sie erkl├Ąrten uns, wie Wasservorr├Ąte und Elektrizit├Ąt das t├Ągliche Leben in den kleinen St├Ądten Westafrikas beeinflussen, und wie sie damit zu k├Ąmpfen haben, sich bei den Honoratioren am Ort Geh├Âr zu verschaffen.

Burning fields

Unterwegs hatten wir viele interessante Begegnungen. Eine Gruppe von Jungen hielt an dem Platz an, wo wir uns vor der Mittagssonne versteckten und zu Mittag a├čen. Sie erz├Ąhlten uns, da├č sie es am meisten f├╝r ihre eigene Zukunft hassen w├╝rden, auf dem Feld arbeiten zu m├╝ssen. Was sie hingegen am liebsten sein w├╝rden, w├Ąre Tomatenpfl├╝cker in Italien (sie sahen den darin liegenden Widerspruch nicht). W├Ąhrend derselben Mittagspause hielt ein alter Mann an, um mit uns zu reden. Er schaute unsere R├Ąder lange an: "All diese Dinge, die die Wei├čen machen. Das ist es, wof├╝r Gott uns die Wei├čen gegeben hat. So etwas wie diese R├Ąder wird niemals aus Afrika kommen." Er glaubte, da├č Afrika der Zukunft der Welt andere Dinge beizusteuern hat, er erw├Ąhnte besonders traditionelle Medizin und Familienwerte.

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Letzte Änderung: 20.05.2012