Agence Future Reisetagebuch 3.2: Afrika - Dakar
In Dakar empfingen uns Brams Neffe Joep und seine Partnerin Lieve sehr herzlich. Wir blieben mehr als zwei Wochen in ihrem Haus, das in der europäischen Wohngegend der senegalesischen Hauptstadt liegt. Wir nutzten diese Zeit, um uns an unsere neue Umgebung anzupassen und sechs Interviews mit Spezialisten zu führen.
Dakar mit seinen Gerüchen und Sehenswürdigkeiten, die so verschieden sind von dem, was wir in Europa kennen, beeindruckte uns sehr. Fliegende Händler mit Waren unter den Armen oder auf dem Kopf füllen die Stadt, alles ist von Staub bedeckt, bunte LKWs für öffentlichen Nahverkehr verstopfen die Straßen. Es waren die letzten Wochen vor dem islamischen Tabaskifest, an dem Schafe geopfert werden, so daß überall Herden schöner, gesunder Widder zu sehen waren. Die Wächter der Häuser halfen uns dabei, einige der lokalen Sitten und Gebräuche zu verstehen. Während sie um ihren Gaskocher herum saßen und Tee kochten, sprachen sie mit uns über ihre manchmal unmöglichen Träume für die Zukunft.
Unser erstes Experteninterview fand an der Universität Anta Diop mit dem Beamten für internationale Beziehungen, Omar Sarr, statt. Er erklärte uns, welche Erwartungen für die Zukunft wir vermutlich im Senegal finden würden. Laut ihm bedeutet der Einfluß der Religion auf die Menschen im Senegal, daß sie eher fatalistisch sind, daß sie sich nicht genötigt fühlen, etwas für ihre Zukunft zu unternehmen, da sie glauben, daß ihr Schicksal in der Hand Gottes liegt. Omar Sarr empfahl uns noch drei weitere Experten an seiner Universität.
Die erste von Sarrs Empfehlungen brachte uns zu Matar Sal im Zentrum für Wiederverwendbare Energie, wo wir einen Tag mit Interviewen und Filmen verbrachten. Die zweite war Amadou Tidianne Ba, ein Biologe, mit dem wir über biologische Vielfalt, Wiederaufforstung und die Rolle von internationalen Konservierungsprogrammen sprachen. Unser dritter Experte an der Universität Anta Diop war Abdou Salam Sal, der Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät und Mitglied von Attack, einer internationalen Anti-Globaliserungs-Organisation. Unsere beiden anderen Experteninterviews in der senegalesischen Hauptstadt fanden in den Büros von zwei NROs statt. Bei PANOS, einer NRO für Medienentwicklung, sprachen wir mit dem belgischen Verantwortlichen für alles, was mit dem Radio zu tun hat. Bei ENDA, einer NRO für Stadtentwicklung, sprachen wir mit Bachir Kanoté, deren westafrikanischem Spezialist für Stadtplanung.
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