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Pressespiegel - aktivRadfahren 04/97
HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende
Text ist ein Ausriss aus der Zeitschrift aktivRadfahren, Ausgabe 4/1997. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Originalheft beim Verlag
anzufordern.
Komfort zum Kampfpreis
Fahrbericht HP Velotechnik "Wavey"
Das "Wavey" wird von HP Velotechnik produziert und vertrieben. Es ist das einzige reinrassige kurze Liegerad im Test (Radstand 108 Zentimeter).
Das Profil des Rades ist im ganzen sportiv. Mit einer Tretlagerüberhöhung von über zehn Zentimetern und deutlich flacherem Sitz als die anderen Testräder ist das "Wavey" auch in der Ergonomie wesentlich "flotter". Der Sitz läßt sich durch zwei Schnellspanner unkompliziert in der Neigung und im Abstand zum Tretlager einstellen. Bei dem Testrad handelte es sich um einen Prototypen, dessen Sitzneigung begrenzt ist. Das Serienmodell wird auch eine steilere Position ermöglichen, die der Testfahrer im Straßenverkehr vermißte.
Eigentlich heißt das Rad »Wavey« wegen des gebogenen Hauptrohres. Allerdings könnte der Name auch daher rühren, daß das "Wavey" sich auf leicht welligem Terrain besonders wohl fühlt. Mit Federung wiegt das Rad in der getesteten Variante knapp 17 Kilogramm, dennoch flitzt es quirlig über die Lande. Dafür zeichnen die Geometrie und die günstige Aerodynamik verantwortlich. Die Sitzaufnahme ist so angebracht, daß bei wachsender Beinlänge die Sitzhöhe sinkt. Damit wird die Stirnfläche stets optimiert. Bei fünf bis sieben bar Reifendruck rollt das Rad sehr leicht und beschleunigt auch zügig.
Am Vorderrad sorgt eine Ballistic-Federgabel für Komfort. MCU wird mit Stahlfedern kombiniert MCU hat den Vorteil, daß es unter Temperatureinfluß nicht so stark verhärtet. Mit einem Inbus läßt sich die Federvorspannung einstellen. Gabelkopf und -brücke sind geschmiedet, die Standrohre aus Stahl. Die Aluminiumtauchrohre werden in Rahmenfarbe lackiert Die Gabel arbeitet in der härtesten Vorspannung auf der Straße bestens. Ist sie extrem weich eingestellt, bügelt sie zwar auch "gröbste Schläge" auf Waldwegen weg, allerdings schwingt das Liegerad unter kräftigem Tritt. Dieser Effekt reduziert den Fahrspaß beträchtlich.
Mit der Sachs-3x7-Schaltung und Drehgriffen gesellt sich das "Wavey" zum "Red Pepper", "BikeE" und "V-200". Die weiteren Schaltkomponenten stimmen aus dem Hause Sachs. Ab Werk sind Gummi-Block-Pedale an dem Rad verbaut. Wer das Rad auch für längere Strecken nutzen möchte, der tut gut daran, Systempedale zu montieren, weil das verhältnismäßig hohe Tretlager sehr spezielle Beinmuskeln beansprucht. Diese müssen sich erst ausbilden, um sorglos auf langen Strecken zu fahren. Eine Lichtanlage befindet sich nicht serienmäßig an dem Rad, allerdings ist ein doppeladriges Lichtkabel für den
Scheinwerfer bereits im Rahmen verlegt. Der Dynamo findet an einem linksseitigen Anlöter am Hinterbau Platz. Um die Hose und Passanten bei Unfällen zu schützen, ist die Kette in einem Rohr gekapselt und die Tretkurbel beidseitig mit je einem Aluminiumschutzring bestückt.
Sowohl der Hersteller HP Velotechnik als auch der Designer
Klaus Schröder legen gesteigerten Wert auf die Feststellung, daß der Sitz des Rades ein Prototyp ist, der sich in wesentlichen Punkten vom Serienmodell unterscheidet. Für den beträchtlich leichteren Seriensitz wird ein extra Aluminiumprofil hergestellt, das die Netzbespannung der Lehne direkt aufnimmt. Auch die Sitzfläche hat eine andere Form.
Fazit
Das "Wavey" ist ein flottes Einsteigerliegerad das sich vor allem an Radler richtet die auf dem Weg zur City einige Kilometer freie Bahn haben und dort Minuten gutmachen wollen. Bei langsamer Fahrt und extrem engen Kurven benötigt man mit dem "Wavey" etwas Übung. Das Rad ist ab Juli im Handel erhältlich.
feh
+ Sehr wendig
+ Fein abgestimmte Federung
+ Sitzneigungs- und Bein
+ Längeneinstellung mit nur zwei Schnellspannern
- Rad schwingt bei weicher Federvorspannung
- Radstand und Geometrie machen das Rad eher sportiv
- Relativ hohe Durchstiegshöhe
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