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Pressespiegel - Drahtesel 10/2003

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriss aus der deutschen Zeitschrift Drahtesel, Ausgabe 10/2003. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Originalheft beim Verlag anzufordern.

Drahtesel 10/2003 Drahtesel 10/2003

Scooterbikes: die neue Komfortklasse

Über die Bezeichnung besteht Uneinigkeit: Scooterbike, Sesselrad, gar "EZB" (dazu später mehr). Erkennen kann man sie am bequemen Sitz mit Rückenlehne, an Pedalen, die ziemlich weit vorne liegen, und an einer Sitzhaltung, die mehr oder weniger an die bequeme Position im Lieblingssessel erinnert.

Vorteil: Keine schmerzenden Nackenmuskeln oder Handgelenke, mit denen sich manch wenig trainierter "Normalradler" plagt. Die enspannte Sitzposition führt automatisch zu großartiger Rundumsicht, und da der Sitz recht tief liegt, kommt man jederzeit bequem mit beiden Füßen auf den Boden. Wir testeten zwei sehr unterschiedliche Modelle: Das "Revive DX 8" von Giant, einem der weltgrößten Fahrradhersteller, und das "Spirit" vom deutschen Liegeradspezialisten Velotechnik.

Drahtesel 10/2003

Spirit: Lässig und vielseitig

In einer ganz anderen Preis- und Qualitätsklasse tritt das "Spirit" an. Lässig lehnt man sich auf seinem Sitz nach hinten in eine komfortable Rückenlehne. Die Neigung von Sitzfläche und Lehne ist getrennt verstellbar. Der Sitz lässt sich für Menschen zwischen 150 und 200 cm Körpergröße einstellen - ohne Werkzeug, damit können auch unterschiedlich große Familienmitglieder mit dem Rad fahren.

Die Pedale liegen beim Spirit über dem Vorderrad, gut einen halben Meter über dem Boden. Man tritt also mehr nach vorn als nach unten. Das erfordert etwas mehr Eingewöhung als beim Revive. Doch dafür ist das Spirit auch deutlich vielseitiger: Stadtfahrt, flottes Tempo oder lange Tour absolviert es gleichermaßen gut. Da neben dem Hinter- auch das Vorderrad gefedert ist, gleitet man entspannt auch über raue Fahrradwege. Konstruktion und Ausstattung sind bis ins Detail durchdacht. Vom Bügel an der Lehne, an dem der Rucksack Platz findet, über den grundisolierten und belastbaren Gepäckträger bis zum Reißverschluss-Fach hinter dem Sitz für Schlüssel oder Kleinkram. Zusätzlich lassen sich seitliche Gepäckträger unter dem Sitz montieren. Packtaschen hängen hier mit einer günstigen Gewichtsverteilung, und damit ist das Spirit urlaubstauglich.

Die Basisversion des Spirit (ohne Licht) kostet knapp 1.700 €. Im Baukastensystem kann sie individuell mit verschiedenen Lichtanlagen, Schaltungs- und Bremsvarianten gegen Aufpreis aufgerüstet werden. Unser Testrad - mit einer hervorragenden 24- Gang- Schaltung, fein dosierbaren griffigen hydraulischen Scheibenbremsen, Nabendynamo, Lowrider- Zusatzgepäckträger, Rückspiegel, Schutzblechen und Klickpedalen- kam auf rund 2.400€. Nicht wenig, aber dafür gibt es gediegene Qualität und jede Menge Fahrspaß.

Fazit: Revive und Spirit sind beide auf ihre Art gelungen. Das Revive wendet sich an preisbewusste Einsteiger in diese bequeme Art des Radfahrens. Wer häufiger und auch längere Strecken fährt und Qualität sucht, wird am Spirit viel Freude haben.

Drahtesel 10/2003

Federung, 3x9-Schaltung und seiliche Gepäckträger am Spirit

 

 

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Letzte Änderung: 03.03.2006