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Pressespiegel - Frankfurter Rundschau 05.03.2002
HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriss aus der Zeitung Frankfurter Rundschau vom 05.03.2002. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Originalheft beim Verlag anzufordern.
Wirtschaftsspiegel
Selbst des Herunterfallen ist bei "Spirit" fast ein Genuss
Auf dem Bremer Fahrradkongress präsentierte ein hessisches Unternehmen sein neues Sportliege-Modell
Von Melanie Wilhelm
Das Unternehmen HP Velotechnik aus Kriftel hat ein neues Liegerad entwickelt - für Freizeit und Alltag, kaum größer als ein Trekkingrad, mit aufrechter Rückenlehne und weit vorne liegenden Pedalen. Am Wochenende präsentierte das Unternehmen sein "Genussrad Spirit" auf dem Bremer Fahrradkongress erstmals für Fachwelt und Kunden.
KRIFTEL. "Lehnen Sie sich entspannt zurück", rät Paul Hollants, der Geschäftsführer von HP Velotechnik. Also den Rücken an die Lehne drücken, Beine waagerecht auf die Pedale strecken und feste treten. Auch ungeübte Fahrer kommen einfach mit dem neuen Modell zurecht, versichert Hollants. Falls nicht, bleibt die Hoffnung auf einen nicht allzu schmerzhaften Sturz, das Rad ist niedrig gebaut, der Sitz nicht weit vom Boden entfernt.
Das "Genussrad Spirit" ist der vierte Prototyp eines Liegerades, den HP Velotechnik in Kriftel entwickelt hat (Internet: www.hpvelotechnik.com). Paul Hollants und Daniel Pulvermüller haben das Unternehmen 1993 gegründet. Mittlerweile verkaufen sie rund 500 Liegeräder pro Jahr, sind damit nach Auskunft Hollants führend auf dem deutschen Markt.
Die Manufaktur in Kriftel beliefert Händler in Deutschland und anderen europäischen Ländern, exportiert zunehmend auch nach Australien und Japan, vor allem aber in die USA. Rund 900000 Euro setzt das Unternehmen mit seinen zehn Beschäftigten jährlich um, sagt Hollants. Bisher baute HP Velotechnik Reise- und Sportliegeräder. "Mit dem Spirit wollen wir jetzt vor allem die Alltags- und Freizeitradler ansprechen".
Das neu entwickelte Rad samt FR- Probefahrerin wackelt zunächst, fährt schwankend in Richtung des Pfostens aus Waschbeton. Schnell die Füße auf den Boden stellen, anhalten, wieder zurücklehnen und den zweiten Versuch starten. Beim dritten Anlauf schließlich stimmt die Balance. Die Rückenmuskeln entspannen allmählich, die hohe Lehne ist bequem, fast wie bei einem Bürostuhl. Das Besondere des "Spirit": Der Sitz ist aufrechter als bei anderen Liegerädern, außerdem ist das Modell kompakt, kaum größer als ein Trekkingrad.
"Das Liegerad kommt in den Alltag", haben Hollants und Pulvermüller beobachtet. Lange Zeit wurden die niedrigen Gefährte vor allem von Sportlern oder für lange Reisen genutzt, der Fahrer saß wegen des Luftwiderstands weit zurückgelehnt, die Modelle waren länger als herkömmliche Räder. "Mittlerweile sind Liegeräder aber keine Exoten mehr", sagt Hollants. Daher hat das Unternehmen in Kriftel dieses Modell für den Alltag entwickelt, für Fahrten zum Einkaufen, zur Arbeit oder für Touren am Wochenende. Einfach zu bedienen sollte das Rad daher sein und möglichst bequem, erläutern die Hersteller.
Ihr gelber Flitzer ist doppelt gefedert, viele andere Modelle besitzen nur eine Feder, sagt Hollants. Die Testfahrt über die Bordsteinkante ist daher schmerzfrei, der Sitz ruckt sanft nach oben. "Unser Rad liegt im aktuellen Trend hin zu komfortableren Fahrrädern mit rückenfreundlicher Sitzposition", stellt Hollants fest. Die Fahrt zum Kongress nach Bremen musste das neue Modell dennoch im Laderaum antreten - nicht wegen des Komforts, sondern der Schnelligkeit.
Laut Theo Terving vom Einkauf Materialwirtschaft war das Interesse der Messegäste "sehr groß", das Rad sei "sowohl bei Händlern als auch bei Endkunden gut angekommen", weil es die "Lücke zwischen Liegerad und normalem Fahrrad" ausfülle. Terving gehörte am Wochenende zur Standbesatzung, seine Chefs waren am Montag noch auf der Messe.
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