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Press room - Südkurier 02.09.2006

HP Velotechnik in the news: the following text is an excerpt from the newspaper Südkurier, issue 02.09.2006. We recommend to order the complete magazine from the publishing house to read the whole story.

Liegen ist schöner

Mit Spaß und ohne Schmerzen: Unser Kollege testet das Liegerad

Von Jörg-Peter Rau

Am besten sind die Linkskurven. Und zwar dann, wenn die Straße ein ordentliches Gefälle hat. Dann rauscht dieses Ding pfeilschnell auf den Straßenrand zu; doch Angst ist hier fehl am Platze. Die Hände, die völlig entspannt auf zwei Griffen ruhen, bedienen je nach Naturell nur den Lenker oder auch mal die Bremsen. Das Ding schlägt einen Haken und liegt dabei auf der Straße wie ein Brett. Im Bauch kitzelt die Fliehkraft.

Das Ding: Es hat sehr entfernte Ähnlichkeit mit einem Fahrrad, nennt sich Kettwiesel, rollt auf drei Rädern und kommt aus der kleinen Manufaktur von Marec Hase im Ruhrgebiet. Halb liegt und halb sitzt der Benutzer in einem bequemen Sessel, den Kopf leicht nach oben gerichtet; der berühmte Panoramablick des Liegeradlers. Es ist so etwas wie ein Kettcar für Erwachsene und kostet fast unmoralisch viel Geld - vor allem, wenn man bedenkt, dass man auch noch selbst treten muss, um das Fahrzeug anzutreiben. Und doch: Wer einmal drauf saß, ist infiziert.

Auch andere Liegeräder haben Suchtpotential. Unter den vielen verschiedenen Typen, die kundige Bastler oder Kleinserienhersteller fertigen, ist das Modell Streetmachine von HP Velotechnik so etwas wie eine Universallösung für kurze Ausflüge und lange Reisen, für eine flache Bodensee-Umrundung oder eine eher sportliche Tour im Schwarzwald. Gesäß und Rücken ruhen in einem bequemen Schalensitz, die Beine liegen fast waagerecht auf den Pedalen, im Stand erreicht ein Fuß ganz mühelos die Straße. Die einstellbare Federung lässt den Fahrer anstandslos auch über größere Schlaglöcher gleiten, die den kleinen Rädern des Kettwiesel dagegen schon mal einen herben Schlag verpassen können.

Freilich: Das zweirädrige Liegerad verlangt seinen Fahrern etwas mehr Geschick ab als das Dreirad. Beim Aufsteigen sehen die meisten Anfänger etwas verkrampft aus. Das Losfahren will gelernt sein, und jede unkontrollierte Gewichtsverlagerung mit dem Oberkörper endet in einer unfreiwilligen Kurve. Doch wenn man es mal raus hat, macht genau das den Reiz aus. Dem Spiel mit Schwer- und Fliehkraft, mit der puren Geschwindigkeit so nah am Boden, kann man sich schwerlich entziehen. Und beim Absteigen strahlen sie alle: "Tolles Gefühl."

Für diesen ganz speziellen Gesichtsausdruck hat Paul Hollants sogar ein eigenes Wort: "Liegerad-Lächeln", sagt der 32-jährige Mitbegründer von HP Velotechnik im hessischen Kriftel. Liegeräder - sein Unternehmen ist mit knapp 1000 Einheiten im Jahr in Deutschland Marktführer - seien gewiss ein Liebhaberprodukt. Doch auch handfeste Argumente führt er an: Oft bessere Windschlüpfrigkeit, niedrigere Sturzhöhe, bessere Ergonomie. In der Tat kann man nach Stunden vom Liegerad absteigen, ohne dass es am Po oder drumherum drückt, brennt oder zwickt.

Wer den robusten Familienwagen gegen das Sportcabrio eintauschen will, muss freilich ordentlich Geld locker machen. Gute zwei- oder dreirädrige Liegeräder - sie alle werden in Deutschland und fast komplett von Hand gefertigt - kosten mindestens 2.000 Euro. Ein Baukastensystem, das fatal an die Aufpreislisten mancher Autohersteller erinnert, lässt den Preis für das Objekt der Begierde schnell auf 3.000 Euro und mehr klettern. Dafür sind alle verwendeten Komponenten von bester Qualität. Und ansonsten war es ja schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.

Paul Hollants gibt offen zu, dass er und seine Mitbewerber sich in einem Nischenmarkt eingerichtet zu haben. Von fast fünf Millionen Velos, die in Deutschland im Jahr 2005 verkauft wurden, waren keine 5.000 Liegeräder. Vorbilder aus dem Leistungsport gibt es nicht, weil der Welt-Radverband Liegeräder in den 30er Jahren aus den Wettbewerben verbannte - sie ließen ihren klassischen Geschwistern keine Chance. Liegerad-Händler sind rar, Probefahrten schwer zu organisieren: Zwischen Lindau, Schaffhausen und Tübingen sind es in Konstanz Ralph Peschel und Bernd Eisenschmidt vom Rad-Center Paradies. Und auch sie "verkaufen nur selten mal ein Liegerad", wie Peschel sagt - "obwohl wir von den Kunden nur begeisterte Rückmeldungen bekommen".

In der Tat: Nach längeren und kürzeren Ausfahrten mit Kettwiesel und Streetmachine ist das Fazit rundum positiv. Die Befürchtung, man werde schlecht gesehen, ist zumindest bei der nicht ganz so flachen Streetmachine unbegründet: Es gibt wohl keinen besseren Weg aufzufallen, als mit einem Liegerad, gerade im Straßenverkehr. Starke Steigungen sind zunächst mühsam, mit etwas Training aber schaffbar. Unvergleichlich ist bei beiden Rädern das Fahrgefühl. Wie in einer Sänfte auf der Streetmachine, wie im Go-Kart auf dem Kettwiesel. Und dann ist da noch das Kribbeln im Bauch, das sich so oft einstellt. Und zwar absolut nicht nur in Linkskurven.

@: Portalseite mit Marktüberblick und Links zu Herstellern:
www.liegerad.de
Informationen auch für Einsteiger und jede Menge Fachsimpeleien:
www.liegeradforum.de

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Last changed: May 21, 2012