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Press room - ADFC 02/2000
HP Velotechnik in the news: the following text is an excerpt from the German magazine ADFC, issue 02/2000. We recommend to order the complete magazine from the publishing house to read the whole story.
Lust auf Last
Von Andreas Schlüter
Vom Einkaufsanhänger bis zum vierrädrigen Lastentaxi: Der Markt muskelbetriebener Beförderungskonzepte ist ungemein vielfältig und umweltfreundlich dazu. Wir stellen eine kleine Auswahl unterschiedlicher Transportvariationen vor.
Unter dem Einfluss der modernen Fit-for-fun-Gesellschaft kann man schon einmal vergessen, dass das Fahrrad mehr ist als "nur" ein Freizeitobjekt, das allein dem Sport- und Spieltrieb dient. Sicher, die berühmten Brötchen lassen sich auch mit einem Rennrad holen, und kleinere Einkäufe sind mit Stadt- oder Treckingrad prima zu bewältigen. Doch schon beim Transport einer Mineralwasserkiste sind handelsüblichen Gepäckträger schlicht überfordert. Wenn nicht schon Streben, dünn wie Spaghetti, die Fuhre gefährlich schaukeln lassen, dann machen letztlich die schmale Auflage und der hohe Schwerpunkt die Fahrt zu einer wackligen Angelegenheit. Fällt die Last noch sperriger oder schwerer aus, müssen "normale" Fahrräder gänzlich passen, sofern die Verkehrssicherheit nicht ad absurdum geführt werden soll. Sobald Volumen und Gewicht der Ladung ein bestimmtes Maß übersteigen, kommen Anhänger ins Spiel.
(...)Ein waschechtes Liegerad wie das vollgefederte Street Machine Gt ist natürlich per se nicht das optimale Lastenrad für den Kurzstreckenverkehr. Der Überblick ist eingeschränkt, da das Umdrehen durch die Liegeposition erschwert wird. Wegen des im Vergleich zum Normalrad weiter hinten positionierten Kopfes ist zudem die Einsicht in Kreuzungen später möglich.
Aber schließlich trägt die Street Machine von HP Velotechnik ja auch den Beinamen G(rand)t(ourisme). Damit die Siebensachen nicht zu Hause bleiben müssen, haben die HPV- Macher Paul Hollants und Daniel Pulvermüller sogar an einen formschönen, windschlüpfrigen Kunststoff- Kofferraum gedacht. Der ist als großer Tourenkoffer wie auch als etwas schmalere Sportversion lieferbar. Das Speedbag wurde genau an die Konturen des Sitzes angepasst und mit diesem sechsfach verschraubt. Dadurch lässt sich allerdings der Sitzwinkel nicht mehr so einfach verändern wie bei der Gepäckträgerversion. Das betrifft auch die Einstellung des Federbeins. Maximal 10 kg dürfen dem Speedbag aufgebürdet werden, das sich damit für kleinere Einkäufe oder leichtes Tourengepäck empfiehlt.
Das restliche Reisegepäck und vor allem schwere Sachen sollten schon wegen des Schwerpunkts in Packtaschen verstaut werden, die an den Lowrider gehängt werden. Derart beladen kann der sportliche Reise- Express seine Vorteile ausspielen. Wer sich erst einmal an die Liegeposition und das Fahrverhalten des Kurzliegers gewöhnt hat, kann große Strecken zügig hinter sich bringen. Gesteigert wird der Genuss durch die funktionelle Vollfederung. Der Hinterbau ist ausreichend steif, der Schwingendrehpunkt geschickt gewählt, und die Kettenleitrolle sorgt dafür, dass der Antriebsstrang einen möglichst idealen Abstand zum Schwingendrehpunkt einhält. Auf diese Weise werden störende Einflüsse wie Pedalrückschlag oder Einfedern beim Antreten vermieden.
Soviel Technik und die gehobene Ausstattung haben einen Preis: Knapp 6000 Mark sind für die mit SON - Dynamo, Federgabel, Magura- Bremsen, Lowrider, Seitenständer und Speedbag üppig bestückte Street Machine Gt zu berappen. Das satte Orange ist übrigens schon beim Basismodell (3299 Mark) inklusive.(...)
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