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Press room - Pro Velo Nr. 56 (01/99)

HP Velotechnik in the news: the following text is an excerpt from the German magazine Pro Velo, issue 56 (1st quarter 1999). We recommend to order the complete magazine from the publishing house to read the whole story.

Pro Velo 56 Titel mit Street Machine Gt Pro Velo Seite 1 Pro Velo Seite 2

Reiseliegerad für die große Tour: "Street Machine GT" von HP Velotechnik

Nein, die Klassifizierung der Fahrräder in Citybike, Mountainbike, Rennrad, ATB, Liegerad usw. ist nicht stichhaltig.

"Liegerad" ist wie "herkömmliches Rad" ein Oberbegriff, dem Räder für unterschiedliche Funktionen zuzuordnen sind. Auch in der Gruppe der Liegeräder gibt es Citybikes, Rennräder, Reiseräder usw. Dabei gelten lange Liegeräder als typische Reise-, kurze als typische Rennräder. Diese starre Zuordnung ist nicht unwidersprochen geblieben (siehe Werner Stiffel; Langlieger für den Alltag; in: PRO VELO 52, S. 22 f). Stiffel bricht eine Lanze für den Langlieger und beteuert, daß dieser Liegeradtyp für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke geeignet sei.

Street Machine Gt with rear carrier and  lowriderUnd nun kommt die Firma HP Velotechnik daher und will ein kurzes Liegerad als Reiserad verkaufen. Ein Widerspruch? Nun, für das lange Liegerad als Reiserad spricht der lange Radstand, der für einen guten Geradeauslauf sorgt. Beim "normalen" Reiserad gelten 102-106 cm bereits als lang, mit 103 cm bleibt die "Street Machine GT" in diesem Bereich. Dieser große Radstand wird technisch dadurch erreicht, daß das Steuerkopfrohr weit nach vorne verlegt worden ist. Damit der Radler dennoch bequem den Lenker erreichen kann, ist ein ziemlich langer "Vorbau", der nach hinten zeigt, verbaut worden. Allerdings ist durch den niedrigeren Schwerpunkt ein Liegerad - vor allem im unteren Geschwindigkeitsbereich - von Hause aus kippeliger.

Aber die "Street Machine GT" als Reiserad ist ja nicht für niedrige Geschwindigkeiten, wie sie häufig in der Stadt gefahren werden, konzipiert, sondern für die flotte Überlandfahrt. Die Konstrukteure der "Street Machine GT" haben durch Modifikation des Steuerkopfwinkels den Nachlauf vergrößert und dadurch den Geradeauslauf zusätzlich verbessert. Ferner wirken die Hände / Unterarme des Radlers an dem breiten unten liegenden Lenker mit seiner Breite von fast 55 cm als stabilisierender Lenkungsdämpfer.

Street Machine Gt with suspension fork Ballistic XL450AIIWarum diese technischen Anstrengungen, um ein kurzes Liegerad für den Reiseeinsatz fit zu machen? Mit einem "langen" ist das doch alles technisch kein Problem! Neben dem eher "modischen" Argument, daß kurze Liegeräder stärker gefragt sind als lange, ist ein gewichtigeres bedeutsamer: Kurz Liegeräder sind einfach handlicher, falls das Fahrzeug zwischendurch mal mit dem Flugzeug, der Bahn oder dem Auto transportiert werden soll. Unter diesem Gesichtspunkt - so könnte man meinen - sind die Konstrukteure der "Street Machine GT" nicht konsequent genug gewesen: Dann hätten sich auch hinten ein kleines Rad verbauen können, um zusätzlich das Fahrzeug zu verkürzen.

Doch auch dieser Einwand läßt sich entkräften. Hierzu muß die Schaltgeometrie genauer betrachtet werden. In der Regel wird in der Schaltungsdiskussion lediglich das Übersetzungsverhältnis zwischen vorderem Zahnkranz und hinterem Ritzel betrachtet. Die bei einem bestimmten Übersetzungsverhältnis bei gleicher Drehzahl zu erzielende Geschwindigkeit ist jedoch auch von der Entfaltung des angetriebenen Rades abhängig. Bei einem 20-Zoll-Rad bin ich bei gleicher Drehzahl und bei gleichem Übersetzungsverhältnis also deutlich langsamer als mit einem 26-Zoll-Rad. Da 26- oder 28-Zoll-Räder die handelsüblicheren sind, auf die sich die Komponentenhersteller eingestellt haben, kann für diese Laufradgrößen auf eine weite Palette von Schaltungssystemen zurückgegriffen werden.

Weiterhin erfordert der große Schaltungsbereich, ein Reiserad soll sowohl berg- als auch reisetauglich mit flotter Fahrt sein, ein langes hinteres Schaltwerk. Bei zu kleinem Laufradradius wäre der Abstand zwischen Schaltwerk und Fahrbahn zu gering; Beschädigungen durch Steinschlag, Bordsteinkanten o.ä. wären häufiger zu beklagen. Das große Laufrad macht somit durchaus Sinn.

View on the Street Machine Gt's handlebarsKurze Liegeräder sind oftmals bremssensibel. Dadurch, daß der Schwerpunkt oberhalb der Radstandsmitte liegt, wird das Hinterrad weniger belastet als bei einem herkömmlichen Rad. Im Bremsvorgang wird es zusätzlich entlastet, so daß seine Bremswirkung deutlich geringer ist. Es neigt schnell zum Blockieren. Dagegen zeitigt das Vorderrad eine deutlich bessere Bremswirkung. Bei zu heftigem Griff in den vorderen Bremshebel kann sich das Fahrrad hinten aufbäumen. Dennoch ist die "Street Machine GT"auch beim Bremsen beherrschbar, allerdings muß die richtige Dosierung geübt werden.

Für das beladene Fahrzeug gilt: Jedes Kilo verlagert den Schwerpunkt weiter nach hinten und das Fahrzeug wird bremsstabiler. Gepäck kann üppig zugeladen werden. Hierfür sind ein aus 12 mm starkem Rohr gebogener großer Gepäckträger und zwei unter dem Sitz positionierte Low-Rider vorgesehen.

DMM 'Torch' MM22 shock unit, adjustableDie Zuladung kann einen negativen Einfluß auf die Fahrzeuggeometrie haben: Die "Street Machine GT" ist voll gefedert. Das Gewicht führt zum Einfedern der hinteren Federschwinge, der Rahmen "knickt" ein und der Steuerkopfwinkel wird kleiner. Dem haben die Konstrukteure jedoch vorgebeugt: Zum einen kann zwischen verschiedenen Federelementen gewählt werden, um die Fahrzeuggeometrie gewichtsunabhängig konstant zu halten, ferner kann die Vorspannung bei variablem Gewicht an einem Drehkranz stufenlos verstellt werden.

Federungen haben eine weitere unangenehme Eigenschaft: Tritt der Radler kräftig in die Pedale, so führt der Zug, der Kette nicht nur zum Vortrieb, sondern auch zum Spannen des Federelements. Läßt der Druck aufs Pedal nach, so schnellt die Feder zurück, was zu einem unangenehmen Schlag aufs Kniegelenk führen kann.

Bei der Konstruktion der "Street Machine GT" sind diese unangenehmen Begleiterscheinungen der Federung dadurch vermieden worden, daß der Kettenzug durch die Verlängerung der Drehachse des Federbeins führt, so daß der Antrieb auf das Federsystem reaktionsfrei bleibt.

Neben der Federung trägt besonders der bequeme Schalensitz zum Komfort dieses Fahrzeugs bei. Der Sitz hat im Querschnitt die Form eines doppelten "S". Er soll dein Rückgrad Halt geben. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn der Sitz zum Rücken seines Benutzers paßt. Der Hersteller bietet hierzu drei verschiedene Sitzmaße an.

Das Besteigen des Fahrzeugs ist, wenn der Typ "Liegerad" für den Nutzer neu ist, zunächst gewöhnungsbedürftig: Es gilt, das Fahrzeug zwischen die Beine zu nehmen und sich nach hinten plumpsen zu lassen (die "Street Machine GT" wird auch mit oben liegendem Lenker angeboten, dann geht es für "Neulinge" einfacher).

Ist die "Street Machine GT" bei langsamer Fahrt noch etwas wackelig, so wird sie mit zunehmendem Tempo immer stabiler und bei flotter Fahrt zieht man mit ihr spurgetreu los.

Entspannt, die Hände halb hängend auf dem Lenker, gleitet man mit freiem Blick nach vorne durch die Landschaft. Die Bedienungselemente für die Schaltung (Grip-Shift-Drehringe) und die Magura Bremshebel sind bequem und sicher zu bedienen. Nur den Dynamo zum Einstellen habe ich nicht gefunden. Das ist auch kein Wunder, denn ein Schmidt-Nabendynarno (SON) liefert unbemerkt ständig mitlaufend die elektrische Energie.

Die "Street Machine GT" ist in der Grundversion für 3.299.- DM zu haben. Der Hersteller bietet eine ganze Reihe von Ausstattungsvarianten an, so daß der Kunde sein Wunschrad nach dein Baukastenprinzip zusammenstellen kann (siehe Internetadresse www.hpvelotechnik.com).

Die "Street Machine GT" ist ein durchdachtes Fahrzeug für den Langstreckenradler, der den Komfort zu schätzen weiß. (bf)

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Last changed: May 20, 2012