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Pressespiegel - Frankfurter Rundschau 28.03.01
HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriss aus der Frankfurter Rundschau, vom 28.03.2001. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Original beim Verlag anzufordern.
Ausgereiftes Liegerad für Reise und Alltag
Fahrrad-Kritik: Die vollgefederte Street Machine Gt von HP Velotechnik überzeugt selbst Skeptiker der Rückenlage
Von Peter Barzel
Die Street Machine der Liegeradprofis von HP Velotechnik markiert in Fahrkultur und Laufeigenschaften einen neuen Standard im Liegeradbau. Sie fährt sich ausgezeichnet in der Stadt und über Land, auf Straßen und unbefestigten Wegen, mit und ohne Gepäck.
Schon als Schüler waren Paul Hollants und Daniel Pulvermüller begeistert von der Idee des Liegerads. Damals nahmen sie mit einem verkleideten Liegedreirad am Wettbewerb "Jugend und Technik" des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) teil. Vor knapp zehn Jahren stellten sie dann ihr erstes Serienmodell namens Street Machine vor, ein voll gefederter Kurzlieger Beides war damals noch etwas Besonderes in der Szene.
Mit der Firmengründung von HP Velotechnik in Kriftel folgte 1993 die kaufmännische Professionalisierung. Durch das Maschinenbaustudium und den engen Kontakt zu ihren Kunden, deren Anregungen sie immer wieder suchen und in die Weiterentwicklung einfließen lassen, wurden sie auch technisch zu Profis - Liegeradprofis.
Das spürt man beim Fahren ihres aktuellen Modells auf jedem Meter. Die Street Machine GT (Grand Tourismo) markiert in Fahrkultur und Laufeigenschaften einen neuen Standard im Liegeradbau. Ob in der Stadt oder über Land, auf glatten Straßen oder unbefestigten Wegen, mit oder ohne Gepäck, schneller und bequemer kann Fahrrad fahren kaum mehr sein. Selbst auf sandigen Feldwegen an der deutschen Küste kamen wir überraschend gut zurecht. Das ist für Liegeräder nicht selbstverständlich. Daran und an den vielen kleinen, gut durchdachten Details zeigt sich, wie ausgereift dieses Fahrrad ist.
Kurzlieger (Tretlager vor dem Vorderrad) sind wegen des engeren Radstandes wendiger und kompakter als klassische Langlieger (Tretlager hinter dem Vorderrad) und aus diesem Grund heute das beliebtere Liegerad. Die Kunst beim Kurzlieger ist es, trotz des engen Radstandes genügend Laufruhe ins Fahrrad zu bekommen. Das ist bei der Street Machine GT mit einem Radstand von 1040 Millimeter durch eine stimmige Lenkgeometrie ausgezeichnet gelungen. Der Liegerad-Laie erkennt die große Laufruhe daran, dass er schon nach wenigen Metern sicher auf der Street Machine fahren kann. So wird mancher Skeptiker schon nach kurzer Zeit zum Fan. Weitere Eckdaten zur Beschreibung und Charakterisierung von Liegerädern sind Sitzhöhe und Tretlagerhöhe sowie die Lage des Lenkers. Dieser ist bei der Street Machine unter dem Sitz platziert. Das empfinden viele Liegeradfahrer bequemer als einen "Obenlenker" über den Beinen.
Die Sitzhöhe von 60 Zentimetern, etwa gleich hoch wie im Auto bietet noch gute Übersicht über das Verkehrsgeschehen in der Stadt. Der Sitz selbst ist ohne Werkzeug in der Neigung um zehn Grad verstellbar, zum Beispiel steiler für die Stadt und flacher für lange Strecken.
Das Tretlager liegt zehn Zentimeter höher als der Sitz. So bleibt das Fahren auch bei aufrechter Sitzhaltung bequem und am Berg ausreichend leicht. Denn je höher das Tretlager über dem Sitz liegt - bei sportlichen Rädern 20 bis 30 Zentimeter - desto leichter sind mit einem Liegerad Steigungen zu schaffen.
Der hochwertige Rahmen aus ChromMolybdän-Stahl ist zinkphosphatiert und pulverbeschichtet. 40 Millimeter Federweg vorne am 20-Zoll-Rad, 80 Millimeter am 26-Zoll-Rad hinten sorgen für den guten Komfort. Dabei ist die Hinterradfederung so ausgelegt, dass das Einfedern durch Antriebskräfte und der unangenehme Pedalrückschlag wirkungsvoll verhindert werden.
Die Hochdruckbereifung von Schwalbe (City Marathon) und die 27-Gang-Kettenschaltung (Shimano Deore) sorgen mit für leichten Lauf, V-Brakes von Tektro für die nötige Verzögerung. Besonders gut haben uns die stabilen und steifen Gepäckträger gefallen, der große für hinten und die so genannten Lowrider unterhalb des Sitzes. Daran kann man vier Packtaschen befestigen, ausreichend Gepäckvolumen für einen großen Fahrradurlaub.
Auch deshalb haben die Belgier Maya van Leemput und Brom Goots für ihre Weltreise Street Machines ausgewählt. Auf denen wollen sie Menschen in verschiedenen Ländern und Regionen der Erde zu ihren Vorstellungen über die Zukunft befragen. Das Projekt heißt Agence Future und ist Teil eines Forschungsprojektes an der Freien Universität Brüssel.
Die Street Machine GT kostet in der Basis- Version 3595 Mark. Zahlreiche Optionen sind möglich (zum Beispiel Gepäckträger hinten 198 Mark, Lowrider 185 Mark). Außerdem gibt es reichlich Zubehör wie zum Beispiel die Windschutzverkleidung Streamer aus Polycarbonat für 650 Mark oder einen aerodynamischen, verschließbaren Heckkoffer mit 30 Liter Inhalt für 195 Mark.
Händlernachweis: 06192/41010, www.hpvelotechnik.com
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