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Pressespiegel - DrahtEsel 10/2003

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriss aus der deutschen Zeitschrift DrahtEsel, Ausgabe 10/2003. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Originalheft beim Verlag anzufordern.

Drahtesel front page with Street Machine Gt Drahtesel page no. 1 Drahtesel page no. 2

Drahtesel page no. 3 Drahtesel page no. 4

Rasende Liegestühle

Füße hoch und losradeln - ein Fahrbericht

"Kann man damit überhaupt fahren?" Zugegeben - bei meinen ersten Testfahrten war diese Frage nicht ganz unberechtigt. Denn ein bißchen verkrampft saß ich schon auf meinem "rollenden Liegestuhl". Schließlich mußte ich das Radfahren ja auch gewissermaßen neu lernen. Um das Fazit aber gleich vorweg zu nehmen: Man kann damit fahren - und zwar hervorragend.

Im vergangenen Herbst traf ich auf einer USA-Reise zwei Deutsche, die dort seit drei Monaten mit Liegerädern unterwegs waren: durch endlose Wälder, glühende Halbwüsten und über Paßstraßen in über 3000 Metern Höhe. Die beiden schilderten mir die Vorteile ihrer Räder in den leuchtendsten Farben, von der guten Übersicht bis zum bequemen Sitzen auch auf extrem langen Touren.

Street Machine Gt by the Rhein Das probierst du auch mal aus, dachte ich mir. Paul Hollants, einer der beiden Chefs von HP Velotechnik, bot mir dafür ein passendes Testrad an: Die nagelneue Street Machine GT, eine Weiterentwicklung der bewährten Street Machine. Das Rad hat Untenlenkung und ein weit hinter dem Tretlager liegendes Vorderrad. Diese Bauart nennt man "Kurzlieger".

Während normale Fahrräder alle dem gleichen Konzept folgen, herrscht bei den Liege- oder Sesselrädern Vielfalt: Da gibt es welche mit Lenker oben oder unten, "Geradeausläufer" mit langem und wendige Modelle mit kurzem Radstand. Alle Modelle kommen dem menschlichen Streben entgegen, eine bequeme Körperhaltung einzunehmen.

So auch unser Testrad: Man steigt nicht auf, sondern setzt sich hin, lehnt sich entspannt zurück, legt die Füße hoch... - siehe da, genau dort sitzen die Pedale. Und wenn man dann die Arme locker baumeln läßt, finden die Hände ganz von selbst den Lenker.

Ungewohntes Fahrgefühl

Beim Anfahren merkt man jedoch, daß die Sache ein wenig Übung erfordert. Die Füße sind ja ganz woanders als gewohnt! Das Gleichgewicht hält man über den Kontakt mit der Rückenlehne, und nicht über die Achse zwischen Pedalen und Sattel. Also langsam an daß neue Fahrgefühl herantasten: Anfahren, anhalten, saubere Linie geradeaus, Kurve.

So gewöhnt man sich auch gleich an den etwas größeren Wendekreis. Selbst ein wendiges Liegerad wie die Street Machine ist eben kein Mountain-Bike, mit dem man flott zwischen den Autos hindurchwieselt. In der Stadt fährt man mit dem Lieger sowieso eher zurückhaltend und entspannt - Folge der vergleichsweise niedrigen Sitzposition.

Durch den kurzen Radstand reagiert die Street Machine feinfühlig auf jede Lenkbewegung. Für manchen Liegerad-Neuling ist das gewöhnungsbedürftig zumal das Tretlager, das ja gut im Blickfeld liegt, schon bei kleinen Lenkbewegungen recht weit ausschwenkt. Wem so ein Kurzlieger zu unruhig ist, der kann ja erstmal einen "Langlieger" ausprobieren, bei dem das Vorderrad vor dem Tretlager steht; der längere Radstand bringt einen ruhigen Geradeauslauf, allerdings auch einen Wendekreis wie bei einem Möbelwagen.

"Liegestuhl" mit Federung

Hat man sich mit der Street Machine GT vertraut gemacht, beginnt man schnell, das Fahren zu genießen. Bequem sitzt man im Schalensitz. Doch weil man beim Liegerad so angenehm bräsig auf dem Hintern sitzt, kann man Fahrbahnstöße nicht mehr mit dem Körper abfangen. Eine gute Federung ist daher obligatorisch.

Street Machine Gt recumbent with Ballistic suspension fork Bei der Street Machine GT arbeitet vorne eine Ballistic-Federgabel (Elastomer/Stahlfeder), hinten ein Federelement mit hydraulischer Dämpfung, einstellbar auf Fahrergewicht und Fahrstil. Die Federung schluckt auch böse Bodenwellen, nur bei aufeinanderfolgenden Querrinnen kommt die Straßenmaschine etwas ins Nicken. Die Hinterradschwinge ist so dimensioniert und gelagert, daß die Federung in jeder Situation ohne spürbaren Einfluß der Tretkräfte arbeitet.

Rahmen (aus Chrom-Molybdän-Legierung) und Hinterradschwinge sind überaus stabil, was die Street Machine auch reisetauglich macht. Für die große Gepäcktour gibt es einen Hinterradträger, der klaglos bis zu 30 Kilo wuchtet, und zusätzliche seitliche Lowrider-Träger. Die sitzen nicht an der Vorderradgabel (die ist dafür ja auch viel zu kurz), sondern unter dem Sitz. Damit liegt der Schwerpunkt auch mit vier Radtaschen fahrdynamisch günstig in der Mitte des Rades.

Locker über lange Strecken

Große Touren, Tempo auf langen Strecken, Reisen mit Gepäck - das sind die Domänen der Street Machine GT. Schließlich steht "GT" ja für "Gran Tourismo". Man sitzt entspannt und genießt den Rundumblick auf die Landschaft. Während nämlich beim Normalrad auf langen Touren der Blick tendenziell auf das Vorderrad hinabsackt, schaut der Liegeradler erhobenen Hauptes in die Gegend. Zudem werden bei der Street Machine GT Hände und Handgelenke geschont, die beim Normalrad ja einen Teil des Körpergewichts tragen müssen und zudem von harten Fahrbahnstößen malträtiert werden.

Je länger die Strecke, um so mehr macht sich der geringere Luftwiderstand des Liegerades angenehm bemerkbar. Zwar haben Lieger nicht unbedingt eine bessere Aerodynamik, aber eine deutlich geringere Stirnfläche als Normalräder.

Rear frame of the Street Machine Gt So flott es im Flachen vorangeht, in den Bergen muß man umdenken. Liegeräder sind keine Klettermaxe. Steigungen kommt man zwar hinauf, kann aber nicht - wie mit einem Rennrad leichtfüßig in Wiegetritt hinaufsprinten, sondern muß gleichmäßig in kleinen Gängen pedalieren.

Unsere Street Machine hat dafür die nötigen Berggänge: vorne ein Dreifach-Kettenblatt (30/42/52 Zähne), hinten eine Sachs-Neos-Schaltung mit einer Übersetzung bis zu 32 Zähnen. Geschaltet wird per Drehgriffschalter. Und falls es bergab zu schnell wird: Die HS-24-Hydraulikbremsen von Magura gehören zu den Besten.

Die Street Machine gibt es übrigens nur in einer Rahmengröße. An verschiedene Körpergrößen - von ca. 1,60 - 2 Meter - wird der Rahmen durch Verschieben des Tretlagers angepaßt. Den Schalensitz gibt es in drei Größen, zudem ist seine Neigung verstellbar. HP Velotechnik bietet die Street Machine im Baukasten-System an: Auf der Grundlage des Rahmens mit Federgabel (2.550,-) oder des Basismodells mit V-brakes statt der Magura-Bremsen (ca. 3.300,-) läßt sich eine individuelle Ausstattung zusammenstellen.

Unser Testrad liegt mit Schutzblechen, hydraulischen Bremsen und den Gepäckträgern bei gut 3.900,- Hinzu kommt als Sonderausstattung der SON-Nabendynamo im Vorderrad, der zwar mit über 500,- zu Buche schlägt, aber mit Abstand die beste Lichtmaschine auf dem Markt ist.

In Anbetracht der guten Verarbeitung und der hochwertigen Ausstattung ist der Preis angemessen für ein vollgefedertes Rad, das Spaß, Speed und Komfort mit gutem Fahrverhalten verbindet. Bezugsquellen: HP Velotechnik, Tel. 0 61 92 / 4 10 10

Text und Fotos: Wolfgang Wagener

Copyright © 1993-2017 HP Velotechnik OHG (Nutzungsbedingungen und Impressum)
Letzte Änderung: 20.05.2012