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Press room - abfahren 02/2005

HP Velotechnik in the news: the following text is an excerpt from the German magazine abfahren, issue 02/2005. We recommend to order the complete magazine from the publishing house to read the whole story.

header  abfahren 02/2005 header  abfahren 02/2005

Agence Future

Eine ungewöhnliche Forschungsreise mit ungewöhnlichen Fahrrädern

Liegend um die Welt

Der Fotograf Bram Goots und die Forscherin Maya van Leemput habe ihre Räder in Zeitmaschinen verwandelt - für eine Reise in die Zukunft. Von Juni 2000 bis Oktober 2003 reisten sie um die ganze Welt. Das Ziel: Unter dem Titel "Agence Future" zu erforschen, was Menschen über die Zukunft denken. Das Paar besuchte 31 Länder auf fünf Kontinenten und sprach mit 382 Menschen darüber, wie sie sich die Zukunft vorstellen und was sie von ihr erwarten.

Ein ungewöhnliches Vorhaben, zu dem ungewöhnliche Fahrräder passen: Bram Goots und Maya van Leemput waren mit Liegerädern des Typs Street Machine Gt unterwegs. Die trugen nicht nur die Forscher und ihre Ausrüstung dorthin, wohin sie wollten. Die ungewöhnlichen Räder erleichterten es auch, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Wo die beiden Forscher auf ihren Street Machines entlangkamen, ernteten sie ein Lächeln und wurden herzlich begrüßt. Hier ein Auszug aus dem Bericht von Maya van Leemput.

Jama Pass - abfahren 02/2005 Die letzte Etappe unserer Reise begann nach einer entspannten Zeit in den Ausläufern der chilenischen Anden, die unsere Beine auf den letzten Teil des Weges vorbereitet hatte: von der Küste über die Kordilleren. Wir starteten in Antofagasta, einer Hafenstadt in Nordchile. Von dort aus ging es 400 Kilometer weit nach San Pedro de Atacama, durch die öde Bergbauregion in der Atacamawüste. Wir fuhren dabei von Meereshöhe bis auf 2.440 Meter hinauf. Bei einem Zwischenstopp in Calama besuchten wir das weltgrößte Bergwerk. Hier sind an allen Ecken und Enden Fragen zu finden, die die Zukunft betreffen: Die wirtschaftliche Entwicklung der Mine, Umweltverschmutzung, Arbeitsplätze, soziale Versorgung… Die Wüstenstädte, in denen wir bei Feuerwehrmännern und in Truckerrestaurants Unterkunft fanden, haben eine ungewisse Zukunft. Die jüngere Generation zieht in größere Städte, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden.

Unsere Tagesdistanzen wurden immer länger. In San Pedro stand die Überquerung der Anden an. Wegen des ständigen Gegenwindes und der gleich bleibenden Steigung hatte ich Schmerzen in der Achillessehne und musste mir von einem Arzt Medikamente verschreiben lassen. Um deren Wirkung zu testen, machten wir von San Pedro aus eine Tagestour zum Atacama-Salzsee.

Jama Pass - abfahren 02/2005 In einer Stadt namens Toconao führten wir die letzten Interviews der Agence-Future-Reise. Unsere beiden Interviewpartner waren Eingeborene. Ihre Ideen von der Zukunft drehten sich um das Schicksal der einheimischen Kulturen und Traditionen in der Region, in der der Tourismus zunimmt, moderne Sternwarten gebaut werden und andere Einflüsse der modernen Welt zunehmen.

Der letzte Aufbruch
Es war seltsam und ein wenig schmerzlich, dass wir tatsächlich den letzten Streckenabschnitt vor uns hatten. Lange hatten die zackigen Bergketten irgendwo in der Ferne aufgeragt. In den letzten Wochen waren sie immer näher gekommen. Wir wollten sie nun endlich erklettern und am 4.800 Meter hohen Jamapass nach Argentinien überqueren.
Während des Anstiegs kamen wir durch kein einziges Dorf. Der Grenzübergang auf der anderen Seite der Bergkette war der nächste Ort, an dem wir Wasser und Nahrung zu finden hofften. Wir fuhren los mit dem Wissen, dass wir Trucks oder andere Fahrzeuge anhalten mussten, um an Wasser zu kommen, bevor sich der dritte Tag sich dem Ende zuwandte.

letzter Anstieg - abfahren 02/2005 Wir konnten keinen besseren Platz finden, um 30 Monate des Reisens und 15.000 Kilometer auf dem Rad zu beenden. Die Hochebene, die wir bei 4.700 Metern überquerten, verwirrte die Sinne mit Science-Fiction-ähnlichen Farben. Wir fuhren an Salzseen, Steinen und Felsen entlang. Helle gelbe Bälle von trockenen Pflanzen waren das einzige Leben, abgesehen von einer Gruppe Vicunas (einer Art Lama), die uns aus der Ferne beobachteten. Mit Hilfe von etwas Cocatee kamen wir ganz gut mit der Steigung zurecht. Nach ein paar Schwindelanfällen und der Feststellung, dass es sogar zu anstrengend war, die Schuhe zuzumachen, gewöhnten sich unsere Körper an die dünne Luft und an die kalten Nächte. Doch wegen der Steigung und der Pausen, um die Landschaft zu bewundern, kamen wir nur langsam voran.

Tal - abfahren 02/2005 Hinter der Grenze nach Argentinien kam der letzte große Anstieg unserer Reise.Wir waren durch eine malerische Schlucht gekommen und hatten an der riesigen weißen Fläche des Salinas-Grande-Salzsees kampiert, bevor die Straße wieder zu steigen begann. Wir waren unsicher, ob wir den Anstieg schaffen würden. Doch unsere Zweifel waren unbegründet. Wie immer war Bram auch am letzten Anstieg wieder als erster oben und stand schon mit der Kamera bereit, um meine Ankunft zu filmen. Man sieht aber nicht viel auf dem Video, weil der Wind am Berg so stark war, dass roter Sand und Staub unsere Sicht beeinträchtigten. Bevor wir auf die Ebene herunterschauen konnten, aus der wir gekommen waren, musste ich erst einmal mit den energischen Windböen kämpfen. Nachdem das geschafft war, machten wir uns vorsichtig an den langen Heimweg, um dann sicher 30 Monate in der Zukunft (vom Beginn unserer Reise aus gesehen) anzukommen.

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Last changed: May 20, 2012