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Pressespiegel - aktivRadfahren Spezial 2/1995

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriss aus der aktivRadfahren Spezial, Heft 2/1995. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Original beim Verlag anzufordern.

Erste Seite Zweite Seite

Street Machine:
Der schwarze Gleiter
Der Name Street Machine weckt eher sportliche Assoziationen, dennoch ist das hier vorgestellte Liegerad der sanfte Gleiter für Alltag und Reise.

Federgabel an der Street Machine Die bisher eher aus dem sportlichen Bereich kommenden Liegeradhersteller entdecken mehr und mehr den Sektor der komfortablen Liegeräder für die gemütliche Fahrt und die Reise. Zu den bislang existierenden Langliegerädern kommen nun einige Kurzlieger auf den Markt. Diese sind natürlich agiler und handlicher. Durch Federung und gemäßigte Rahmengeometrie können aber auch Kurzlieger zu Komfort-Liegern werden. Dies ist der Firma HP Velotechnik mit ihrem vollgefederten Modell Street Machine gut gelungen. Hinter der Firma stehen die zwei Freunde Daniel Pulvermüller und Paul Hollants, die Wirtschaftsingenieur und Maschinenbau studieren.

Rahmenfertigung in Taiwan

HP Velotechnik ist der erste deutsche Liegerad-Hersteller, der die Rahmenfertigung nach Taiwan ausgelagert hat. Neben der bekannten hohen Qualität der Fertigung bot sich in Taiwan auch die Möglichkeit, auf CrMo-Stahl als Grundmaterial zu wechseln. Anders als in Deutschland kann man dort solche Rohre auch in Kleinmengen erwerben und muß nicht mehrere Kilometer abnehmen. Aber auch die Fertigungsweise änderten sich im Laufe der Zeit. Die meisten Verbindungen sind geschweißt. Die spezielle Muffe zur Verstärkung des hochbelasteten Steuerkopfrohres und die Kleinteile,wie Zugführungen, sind dagegen gelötet. Diese handwerklich sehr saubere Arbeit wird abschließend pulverbeschichtet.

Der Rahmen ist mit allen nötigen Anlötteilen für Zugführung, Gepäckträgerbefestigung und Kettenführungsröllchen ausgestattet. Es gibt nur eine Rahmengröße, die mittels der teleskopischen Verstellmöglichkeit des Zentralrohres gut auf Körpergrößen von ca. 168 cm bis ca. 195 cm anpaßbar ist. Der Hinterbau ist eine sehr stabil ausgeführte Schwinge, die sich mit einem Polyurethanschaum-Federelement gegen den Hauptrahmen abstützt. Vorne sorgt eine Elastomer Federgabel von Ballistic für den Komfort.

Street Machine

Rahmenkit oder Komplettrad

Der nicht verstellbare Sitz, es gibt ihn in drei verschiedenen Frößen, ist fest mit dem Rahmen verschraubt. Er besteht aus einer GFK-Schale,die mit einer Wasser-abweisenden Schaumstoffmatte gepolstert ist. Damit wird der avatomisch wohlgeformte Sitz äußerst Bequem. Man kann sich beim Beschleunigen gut mit dem Ganzen Rücken gegen ihn abstützen. Die geschlossene Rückenauflage ist im Winter zwar angenehm warm,läßt einen im Sommer am Rücken aber leicht schwitzen. Zu einem Rahmenkit gehören weiterhin ein flach geneigter langer Vorbau und ein speziell gebogener Hornlenker, beide aus CrMo-Rohr.

Zu den Liegerad-spezifischen Teilen zählen die Schutzblechgarnitur von ESGE (hinten 28", vorne 20") und die Gepäckträger. Beide sind aus CrMo-Rohr gefertigt, pulverbeschichtet und sehr stabil. Für den hinteren sollte man Radtaschen mit das Einhängerohr ganzumgreifenden Sicherheitrhaken verwenden, da die Taschen wegen der beweglichen Hinterradschwinge nicht nach unten am Atsfallende abespannt werden können. Es gibt noch einen Rammschutz für die frei nach vorn ragenden Kettenblötter und einem zur Serienausstattung gehörenden Kettenschutz in Form eines Rohres, das zum Zeitpunkt der Erprobung noch nicht zur Verfügung stand.

Sehr zu loben ist der weit ausladende stabile Seitenständer-Prototyp, ein auf die Liegeradmaße angepaßter ESGE-Ständer. Die weitere Ausstattung kann man für einen Rahmen-Kit natürlich frei wählen, wobei es nur zwei Vorgaben gibt: hinten sollte der Reifen nicht breiter als 32mm sein und es müssen Cantilever.Bremsen verwendet oder Magura Hydraulik Bremsen,verwendet werden, da inzwischen auch der Hinterbau,wie die Gabel, mit Cantilever-Sockeln ausgestattet ist. Vom Hersteller werden aber auch komplett ausgestattete Modelle angeboten, zum Beispiel mit Sachs 3x7 und Magura - Hydraulik - Bremsen.

Street Machine

Fahreigenschaften

Auf der Street Machine sitzt man sehr angenehm, im Vergleich zu anderen sportlicheren Kurzliegern eher aufrecht. Dies macht es besonders für Anfänger ainfacher und erhöht die Übersicht im Verkehr. Ein Spiegel für die Sicht nach hinten wäre recht praktisch, da es nicht ganz einfach ist,sich umzusehen. Der Lenker mit den Hebeln für Schaltung und Bremsen ist gut erreichbar. Die hintere Bremse bedarf recht hoher Bedienkräfte, bedingt durch die aufwendige Verlegung der Bremskabels, was bei Hydraulik-Bremsen natürlich nicht auftritt. Von diesem sehr angenehmen Sitzplatz aus läßt sich das Rad gut manövrieren. Es hat einen passablen Geradeauslauf, läßt sich aber auch leicht in Kurven einlenken.

Auch mit viel Gepäck fühlt man sich auf der Street Machine sehr sicher. Es gibt keine Neigung zum Flattern. Bei größeren Gepäckmengen empfiehltes sich,sie auf beide Gepäckträger zu verteilen. Wird nur der hintere Träger schwer bepackt,so wird das Vorderrad stark entlastet. Die Benutzung der Lowriders geststtet es darüber hinaus, während der fahrt das gepäck gut zu erreichen.

Hinterradfederung der Street Machine Im direkten Vergleich mit sportlichen ungefederten kurzliegern empfindet man die Street Machine als ein wenig "schwammig". Dafür ist die exzellente Federung verantwortlich. Diese erlaubt es aber nicht, über jede Schlaglochpiste wie auf Wolken hinüberzuschweben. Beobachtet man aber von einem anderen Rad aus, wie die hintere Schwinge ständig arbeitet und das Federelement die Schläge puffert, weiß man, warum es sich mit diesem Liegerad so angenehm dahin gleiten läßt. Viel trägt natürlich auch die Federgabel dazu bei. Wie bei dem hinteren Federelement kann auch hier mit verschiedenen Härten der Elastomere experimentiert werden.

Fazit

Ein solches Rad hat natürlich seinen Preis, wozu die Spezial- und Kleinserienteile beitragen. Man erhält ein gut verarbeitetes, ausgereiftes, vollgefedertes Genuß-Kurzliegerad mit sehr guten Fahreigenschaften. Die Sitzposition und das Handling sind vorzüglich. Mit der Street Machine gleitet man angenehm, entspannt und relaxed durch die Gegend, insbesondere durch den Urlaub. Und auch der Liegerad-Novize dürfte sich auf dem Schwarzen Gleiter wohlfühlen.

Text/Fotos: Joachim Liertz

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Letzte Änderung: 20.05.2012