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Scorpion fx

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Pressespiegel - abfahren 02/2007

HP Velotechnik im Spiegel der Medien: Der folgende Text ist ein Ausriss aus der Zeitschrift abfahren, Ausgabe 02/2007. Wir empfehlen für die komplette Lektüre das Originalheft beim Verlag anzufordern.

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Museumsst├╝cke

Damenwahl und Tief(f)lieger

Von Stefan Hermes

Immer wieder hei├čt es, dass bei der Fahrradtechnik alles schon mal da gewesen sei. Doch was unterscheidet ein Fahrrad im Museum aus dem 19. Jahrhundert vom Hightech-Ger├Ąt dieser Tage? Dieser Frage sind wir am Beispiel zweier Dreir├Ąder nachgegangen, hergestellt im Abstand von mehr als einem Jahrhundert.

Mit lockeren Pedaltritten war es ein Sprung ├╝ber wenigstens eineinviertel Jahrhunderte: Zwei Dreir├Ąder, beide gewiss kein Kinderkram, sondern jedes zu seiner Zeit Sand der Technik und f├╝r erwachsene Benutzer gemacht. Das eine knapp 130 Jahre altes Dreirad aus Covertry, heute Schmuckst├╝ck eines Technikmuseums in Frankfurt, und das andere ein Dreirad des Jahrgangs 2007, das Scorpion fx von HP Velotechnik im hessischen Kriftel.

Z├╝chtig und damengerecht
Das historische Dreirad muss man sehen als das Ergebnis von Z├╝chtigkeit und einem Flop in den technischen Boomjahren des 19. Jahrhunderts. Der britische Zweiradpionier James Starley hatte eingangs der siebziger Jahre ein Hochrad speziell f├╝r Damen entwickelt. Beim "Ladies Ariel" befanden sich beide Pedale auf derselben Seite des enorm gro├čen Vorderrads: mit einer seitlichen Triangulation um die Nabe kreisend. Die Radlerin sollte wie beim Reiten im Damensattel zu linken Seite hin setzen - dabei allerdings auch pedalieren, aber unbedingt kn├Âchellang verh├╝llt. Diese halsbrecherische Akrobatik setzte sich nat├╝rlich nicht durch. John Starley, ein Neffe, den wir auch das Ur-Niederrad Rover verdanken, brachte daraufhin 1876 ein Dreirad f├╝r die im h├╝ftengen Rock radelnde Dame heraus: die Fahrerin sa├č zwischen dem gro├čen Antriebsrad auf der einen und zwei kleineren auf der anderen Seite. Umkippen konnte sie nicht, daf├╝r wenden auf der Stelle wie ein Bagger mit Kettenantrieb. Vor allem aber konnte sie auf den Sattel gelangen und in die auf einer gekr├Âpften Welle montierten Pedale treten, ohne Bein zu zeigen. Das urspr├╝nglich ├╝ber Hebel angetriebene sp├Ąter mit Differential und Beleuchtung ausgestatte "Covertry Lever Tricycle" wurde ein gro├čer Erfolg und machte Schule: Um das Jahr 1880 herum gab es in Gro├čbritannien ein Riesenangebot an zweispurigen "Damenfahrr├Ądern", manche mit drei verschieden gro├čen R├Ądern. Ob das von uns bewegte Dreirad aus der Technischen Sammlung Hochmut mit der Angabe "Starley 1876" richtig eingenordet ist, bleibe dahingestellt. Auf alle F├Ąlle ist es ein interessantes Fahrerlebnis, Man lenkt mit einem Drehhebel ├╝ber eine Zahnstange die kleineren R├Ąder rechterhand und treibt mit den Gummiklotzpedalen ├╝ber eine Kette, die man heute ob ihrer schweren Ausf├╝hrung allenfalls zum Anschlie├čen des Fahrrades nutzen w├╝rde, auf der linken Seite das gro├če Rad an: direkt ohne Freilauf oder Gangschaltung und - was man sich heute manchmal intuitiv w├╝nschte - nicht nur vorw├Ąrts sondern auch r├╝ckw├Ąrts. Auch dieses historische Gef├Ąhrt l├Ąsst sich schon flott antreiben, dass die Grenzen der Physik sp├╝rbar werden. Es tut nicht gut, auf drei, noch dazu superschmal vollgummibereiften R├Ądern so hoch wie auf dem britischen Museumsst├╝ck durch eine Kurve zu flitzen, denn das f├╝hrt unweigerlich zum Kippen.

Schnell und bequem
Die Physik hat sich nicht ver├Ąndert. Sie gilt f├╝r Fahrzeuge von 1876 genauso wie f├╝r Dreir├Ąder des Jahres 2007. Diese sind deshalb meist als Lieger├Ąder gebaut. Ihr Vorteil ist die niedrigere Sitzh├Âhe die zu einem niedrigen Schwerpunkt und damit zu besserer Kurventauglichkeit f├╝hrt. Besser hei├čt hier vor allem schneller ohne zu kippen. Das ist wohl, was an den modernen Liegedreir├Ądern immer mehr Menschen begeistert. Mit dem Scorpion von HP Velotechnik lassen sich Kurven sauschnell wie im Tiefflug nehmen, Sitzh├Âhe 26 cm ├╝ber dem Asphalt. Es ist ein Sportger├Ąt, dass trotzdem super bequem und reisetauglich ist.

Trotz der guten Fahreigenschaften hat HP Velotechnik beim neuen Schwestermodell, dem Scorpion fx, den Schwerpunkt nach oben verschoben und den Sitz gegen├╝ber dem weiter im Angebot bleibenden ersten Scorpion -Modell auf 35 cm erh├Âht. Das sind zwar nur 9 Zentimeter mehr, doch in der Kurve macht sich jeder einzelne bemerkbar. Das fx verlangt dort sp├╝rbar niedrigeres Tempo, auch wenn es im Vergleich zum 1876er Starley unkippbar erscheint.

Der Grund f├╝r den h├Âheren Sitz ist die Nachfrage von Kunden, die mehr Komfort beim Hinsetzen und Aufstehen sowie mehr ├ťberblick im Verkehr w├╝nschten. Auch mit der Faltbarkeit haben die Krifteler Liegeradspezialisten auf Kundenw├╝nsche reagiert. Nach dem Wegnehmen des Schalensitzes l├Âst man eine zus├Ątzlich gut gesicherte Verriegelung und klappt den hinteren Rahmenteil auf den vorderen. Mit 102 x 83 x 69 Zentimeter passt das fx in einen durchschnittlichen Auto-Kofferraum und nach Abnehmen beider Vorderr├Ąder sogar in einen Smart. Die R├Ąder sind nur mit einer axialen Inbusschraube befestigt und ruckzuck gel├Âst. Anders als heute war Falten, das auch auf der Bahnreise seine segensreiche Wirkung nicht verfehlt, anno 1879 noch kein Thema, denn es gab weder Kofferr├Ąumer noch Autos - schlicht ausgedr├╝ckt: das Bed├╝rfnis fehlte.

Bis auf sie Sitzh├Âhe und das Faltgelenk sind beide Scorpions gleich: Zwei Vorderr├Ąder mit professioneller Achsschenkellenkung, ein angetriebenes Hinterrad ein kreuzf├Ârmiger Rahmen, die Lenkung unter dem Body-Link Schalensitz, der individuell angepasst werden kann und Scheibenbremsen - eine echte Innovation im Vergleich zu fr├╝her.

Die tretlagerh├Âhe aber ist bei beiden gleich und das wirk sich auf den Gesamtcharakter aus. Denn der H├Âhenunterschied zwischen Tretlager und Sitz, die sogenannte Tretlager├╝berh├Âhung entscheidet ├╝ber die Sportlichkeit und Bergt├╝chtigkeit: je gr├Â├čer die Tretlager├╝berh├Âhung, desto mehr Druck bringt man auf die Pedale. Und damit man keine Kraft f├╝r das Hochhalten der F├╝├če verschwendet, f├Ąhrt man Lieger├Ąder mit Klickpedalen - auch so was gab es vor 130Jahren noch nicht.
Doch schnell und Bequem hei├čt noch l├Ąngst nicht Damengerecht. Die Sitzposition mit nach vorn und leicht nach oben gestreckten F├╝├čen ist Frauen oft eher unangenehm. Denn auch wenn die Dame von Welt heute gern Bein Zeigt und der Rock - und sei es zudem ein kurzer - ist zum Fahren auf einem Tieflieger wie dem Liegerad Scorpion keinesfalls passende Garderobe.

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Letzte Änderung: 20.05.2012