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Press room - abfahren 02/2006

HP Velotechnik in the news: the following text is an excerpt from the German magazine abfahren, issue 02/2006. We recommend to order the complete magazine from the publishing house to read the whole story.

header abfahren 02/2006 header abfahren 02/2006

Auf drei Rädern

Im Tiefflug über den Asphalt

Von Wolfgang Wagener

Unwillkürlich sucht die Hand den Sicherheitsgurt. Keiner da. Also beherzt den Lenker gepackt und in nächste Kurve: hineinlegen, rechts, wieder hineinlegen, links - ein Feeling irgendwo zwischen Sportwagen und Gokart. Wer hat da behauptet, Dreiräder seien behäbig? Unsere beiden Testräder beweisen das Gegenteil.

Der Klassiker "Kettwiesel" von Hase und das neue "Scorpion" von HP Velotechnik sind Liegedreiräder. Bei beiden nimmt man Platz wie auf einem Liegestuhl, findet den Lenker unter dem Sitz - entlastend für Handgelenke und Schultern - und legt entspannt die Beine hoch. Jetzt nur noch treten, und das Unterhaltungsprogramm kann beginnen. Das ist turbulent und besteht zunächst bevorzugt aus Kurven. Denn beide Räder sind aufgrund der direkten Lenkung und des enorm tiefen Schwerpunktes - Sitzhöhe beim Kettwiesel 40 Zentimeter, beim Scorpion sogar nur 24 Zentimeter - echte Kurvensuchgeräte. Bei schnellen Kurven ist Körpereinsatz gefragt. Denn da sich ein Dreirad nicht in die Kurve legen kann, muss das der Fahrer selbst übernehmen, damit das Vehikel nicht das innere Rad hebt. Eine kurze Umgewöhnung auch beim Treten: Die Pedalbewegung nach vorn statt nach unten fordert andere Muskeln.

Neben dem Kurvenspaß kann man mit Kettwiesel und Scorpion aber auch wunderbar relaxt gleiten. Die Sitzposition ist komfortabel, mit bester Aussicht. Hier radelt man sich keinen "Wolf". An der Ampel bleiben die Füße lässig auf den Pedalen, man kann kurz in die Zeitung schauen - oder die Fragen der Passanten beantworten: "Ist das wirklich bequem?" Klar, und wie. "Ist das schnell?" Ja, weil der Luftwiderstand niedrig ist. "Was kostet das?" Das Kettwiesel ab ca. 1.900 Euro, die von uns getestete Version aus dem Edel-Material Titan liegt bei etwa 5.500 Euro, das Scorpion gibt es ab 2.500 Euro, unser Testrad kostet 3.415 Euro. Und die häufigste Frage "Wo kann man das mal ausprobieren?". Viele auf Liegeräder spezialisierte Fahrradhändler halten Testräder bereit, die man gegen Entgeld auch übers Wochenende ausleihen kann.

Zwei vorn, zwei hinten
Der Scorpion hat hinten ein Rad und vorne zwei, beim Kettwiesel ist es umgekehrt. Das ergibt Unterschiede in Antrieb und Lenkung: Das Scorpion-Hinterrad sieht wie bei einem normalen Fahrrad aus, die Achsschenkellenkung funktioniert dagegen ähnlich wie beim Auto. Die Lenkung des Kettwiesels muss weniger aufwändig sein, will man dagegen beide Hinterräder antreiben, braucht man ein Differential. Das gibt es gegen Aufpreis, und wir hatten es für unser Testrad erbeten.

Schnelles Titan-Trike
Wir fuhren nicht das Standart-Wiesel mit Stahlrahmen, sondern die Rennversion "TT Race" mit superleichtem, wunderschön verarbeiteten Rahmen aus dem Edel-Material Titan, mit schmalen Reifen, Neun-Gang-Rennradschaltung und griffigen hydraulischen Scheibenbremsen an den Hinterrädern (mit extra leichten Carbon-Bremsgriffen!). Nur 11,7 Kilo wiegt der heiße Feger, gut fünf Kilo weniger als das Standart-Stahl-Wiesel. Beim Testrad kamen noch die paar hundert Gramm fürs Differential hinzu, die sich aber durch einen gleichmäßigen Vortrieb bezahlt machen.

Während das Stahl-Wiesel sich im Alltag, auf Touren und Reisen bewährt, ist TT Race ein echtes Sportgerät für zügige Gangart. Obwohl es ungefedert ist und sportlich-straff auf Hochdruckreifen rollt, ist es kein Knochenschüttler. Der Netzsitz mit elastischem Titangestell (und optimaler Kopfstütze) ist erstaunlich bequem und gibt passablen Seitenhalt. Einziger Nachteil der Sportausstattung: Bei nasser Straße werden die Ärmel feucht, denn die Schutzbleche sind etwas knapp bemessen. Doch mit längeren Schützern und Lichtanlage wird auch das TT Race alltagstauglich. Zur Kettwiesel-Familie gehört auch noch das Offroad-Modell "Ride" mit Stollenreifen, Federgabel und Nabenschaltung.

Flotter Tourer
Das Scorpion ist ein komfortables Reise- und Tourendreirad mit Alu-Rahmen. Da es hinten nur ein Rad hat, kann HP Velotechnik auf das Differential verzichten und auf die gefederte Hinterradschwinge der zweirädrigen Liegeräder zurückgreifen. Das bringt Fahrkomfort. Der kurze Radstand verführt zu Kurvenmanövern wie mit einem Gokart. Da könnte der überaus bequeme, individuell auf die Rückenform einstellbare Schalensitz ("BodyLink", auch auf Wunsch mit Kopfstütze) sogar noch etwas mehr Seitenhalt bieten. Auch das Scorpion bremst mit zwei Scheiben, allerdings an den Vorderrädern. Bei einer Brachialbremsung kann schon mal das Hinterrad etwas abheben und das Tretlager Bodenkontakt bekommen. Denn es ragt an dem sehr verwindungssteifen Ausleger weit nach vorn - eine Konstruktion, die Tretkräfte und Lenkung entkoppelt, während beim Titan-Kettwiesel ganz kräftige Pedaltritte das Vorderrad minimal aus der Spur bringen.

Unser Test-Scorpion kam komplett mit Licht, 18-Gang-Kettenschaltung, einer sinnvollen Parkbremse und einem Gepäckträger. Daran lassen sich normale Packtaschen anbringen.
Beim Kettwiesel geht das nicht, doch mit kleinen Vorderradtaschen und einer speziellen Gepäcktasche, die hinter dem Sitz befestigt wird, ist auch das Kettwiesel reisetauglich.

Verschiedene Ausstattungen
Sowohl HP Velotechnik als auch Hase bieten übrigens eine ganze Palette individueller Ausstattungsmöglichkeiten bis hin zu verschiedenen Schaltungen.

Das Scorpion gibt es sogar wahlweise mit 81 Gängen und einem um 50 Prozent leichterem Berggang. Eine Kombination von Dreigang-Nabe und 27-Gang-Kettenschaltung macht es möglich, Berge auch mit Gepäck so gemächlich hinaufzuzwirbeln, dass ein Zweirad schon fast umkippen würde.

Auf unterschiedliche Körpergrößen werden beide eingestellt, in dem man das Zentralrohr mit dem Tretlager auszieht oder einschiebt. Und mit fast identischer Breite (83 bzw. 84 cm) passen beide auch durch jede Tür und zwischen Absperr-Poller. Das Kettwiesel lässt sich sogar Platz sparend senkrecht parken.

Beide Räder verbinden die bequeme Sitzposition und die Windschnittigkeit des Liegerades mit dem Fahrspaß und der stabilen Straßenlage eines Dreirades. An Wendigkeit und Kurvenvergnügen nehmen sich beide nichts.

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Last changed: May 20, 2012